Meldereinlauf

Einsatznummer: 68, Datum: 20. Juni 2013, Zeit: 18:36 Uhr - 19:41 Uhr, Ort: Dieselstraße, Einsatzart: Brandeinsatz


Die Einsatzfahrzeuge der Südwache und die der Ortswehr Ammendorf rückten am 20. Juni 2013 zu einem Baumarkt in der Dieselstraße aus. Während des Einsatzes zog eine Gewitterfront mit ergiebigen Regen und kräftigen Donner über Halle hinweg. In strömenden Regen gingen die jeweiligen Einsatzleiter und Melder zur Lageerkundung vor. Die Auslöseursache der Brandmeldezentrale konnte nicht erkundet werden. Alle Bereiche wurden kontrolliert. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Auslösung mit dem Gewitter und einer möglichen Überspannung zu tun hatte, war groß. Die Einsatzkräfte fuhren ihre Standorte wieder an.


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Gefährlicher Dachstuhlbrand

Einsatznummer: 67, Datum: 15. Juni 2013, Zeit: 01:50 Uhr - 08:00 Uhr, Ort: Elsa-Brändström-Straße, Einsatzart: Brandeinsatz


e13.06.15.31Bereits in der Nacht vom 14. Juni zum 15. Juni 2013 ist aus bislang ungeklärter Ursache der Dachstuhl eines Wohnhauses in der Elsa-Brändström-Straße 60 in Brand geraten. Wir bitten zu entschuldigen, dass die Berichterstattung aufgrund der Hochwassereinsätze verzögert erfolgte. Wir möchten es aber nicht versäumen über diesen Einsatz zu berichten, dem die Berufsfeuerwehr Südwache, der Einsatzleitdienst der Hauptwache und die freiwilligen Kameraden am frühen Samstag ausgesetzt waren. Als kurz vor zwei Uhr die Alarmmeldeempfänger piepten und die Kameraden übermüdet zum Gerätehaus eilten, ahnte noch keiner, was bei diesen Einsatz auf die Einsatzkräfte zukommt. Ohne Martinshorn, nur mit Blaulicht fuhren wir auf leisen aber schnellen Sohlen die Einsatzstelle an. Die Straßen waren frei, so dass wir ohne die Anwohner zu wecken zum Einsatzort fahren konnten. Beim Einbiegen von der Murmansker Straße in die Elsa-Brändström-Straße stockte kurzzeitig der Atem und der Puls stieg in die Höhe. Ein meterhoher Feuerschein aus dem Dachbereich konnte von Weitem erkannt werden. Der Angriffstrupp hatte sich bereits während der Fahrt zum Einsatzort ausgerüstet und konnte sofort eingesetzt werden. Am Einsatzort angekommen wurden die Einsatzfahrzeuge auf dem begrenzten Raum sortiert und aufgestellt. Eine Zufahrt für weitere Rettungsfahrzeuge musste gegeben sein. Die ersten 20 Minuten war eine so genannte Chaosphase. So viele Aufgaben mussten innerhalb kürzester Zeit abgearbeitet werden. Die Berufsfeuerwehr hatte die Drehleiter in Stellung gebracht und einen kombinierten Innen- und Außenangriff eingeleitet.

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Wasser bis zur Decke

Einsatznummer: 66, Datum: 14. Juni 2013, Zeit: 13:58 Uhr - 22:10 Uhr, Ort: Ankerstraße, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.14.01e13.06.14.02Das Gebiet um die Gerbersaale hatte es bei diesem Hochwasser mächtig getroffen. Die Anwohner der Ankerstraße waren mit den Nerven am Ende. Der tägliche Gebrauch von fließend Wasser und Strom aus der Steckdose ist nicht mehr wegzudenken. Dass die Anwohner über eine Woche ohne Strom auskommen mussten, damit hat hier niemand gerechnet. Eine Tiefgarage, die sich unter dem Areal in der Ankerstraße 3a-3f befindet, war sprichwörtlich bis zur Decke abgesoffen. Alle Fahrzeuge konnten im Vorfeld aus der Garage entfernt werden. Das traurige Ende war nicht nur die überschwemmte Tiefgarage, nein auch eine Pflegestation und mehrere Wohnungen und Bürozimmer fielen dem Wasser zum Opfer. Alle Versuche das Wasser aus den Gebäuden zu halten schlug fehl. Jetzt, nachdem das Wasser zurückgegangen ist, zeigt sich eine leichte Schlammschicht auf allen Ebenen. Türen sind gequollen, Elektrik und sämtliche Einrichtungen sind zerstört. Die Feuerwehr pumpte nun Stück für Stück die rund 2000 m² große Fläche mit einer Höhe von 3 m ab.

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Planena braucht Strom

Einsatznummer: 65, Datum: 10. Juni 2013, Zeit: 13:12 Uhr - 19:55 Uhr, Ort: Dorfstraße in Planena, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.10Das nasse Element kann hier wohl niemand gebrauchen bzw. mehr sehen. Die fluterprobten Planenaer hatten mit den höchsten Wasserständen seit 1994 zu tun. Trotz des neu und höher gebauten Trafohauses im Ortsteil musste diesmal wegen der extremen Wasserstände der Strom abgeschaltet werden. Quasi der Supergau für die 36 Einwohner. Selbst bei anderen Hochwasserereignissen blieb die Versorgung wegen der besonderen Ausführung (Zuleitung per Freileitung) immer erhalten. Am 10.06.2013 gegen 13:10 Uhr erhielt unser LF 8/6 den Auftrag, die Stadtwerke, Abt. Energieversorgung Halle (EVH) bei der Wiederherstellung der Versorgung zu unterstützen. Somit wurde der Anhänger mit dem Rettungsboot der Südwache (RTB 2) von dort abgeholt und die 9 Einsatzkräfte machten sich auf den Weg. Unsere Einsatzaufgaben waren im Wesentlichen die Erkundung der Lage, der Transport der EVH-Monteure zu den nur mit dem Schlauchboot zu erreichenden Häusern und die Ermittlung und Benachrichtigung der Bewohner. Diese Benachrichtigung war umso wichtiger, da die 4 Monteure Zutritt zu allen Häusern bekommen mussten, um dort vor Zuschaltung der Leitung die Sicherungen des Hausanschlusses zu entfernen. Mittels Boot, Wathosen erkundeten wir den „nassen“ Teil bis zur Schleuse, Wehr und den hinteren Teil der Dorfstraße. Mit unserer Ortskenntnis und der Hilfe der Einwohner (Dank an Ulli A.)

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Für den Ernstfall gleich vor Ort

Einsatznummer: 64, Datum: 08. Juni 2013, Zeit: 18:00 Uhr - 23:50 Uhr, Ort: Am Burgholz, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Nach nun endlich sinkenden Wasserständen im halleschen Stadtgebiet und fast eintägiger Ruhephase für die meisten Kameraden unserer Wehr, ging es am Samstagnachmittag für einige von uns erneut zum Einsatz. Unser TLF 16/24 fuhr mit dem Anhänger RTB in den Radeweller Ortsteil Burg. Dort angekommen lösten wir die Kollegen der DLRG ab, welche sich vor Ort um die verbliebenen Bewohner in der noch erheblich unter Wasser stehenden und außerdem von der Elektroenergieversorgung getrennten Ortslage kümmerten. Der Einsatzauftrag beinhaltete vor allem, bei eventuell auftretenden Problemen, den Anwohnern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dies könnte beispielsweise eine erforderliche Evakuierung von älteren Personen bei gesundheitlichen Problemen sein, da einige Grundstücke nur mit dem Boot trockenen Fußes erreicht werden konnten. Ein solcher Fall trat glücklicherweise nicht ein, bis wir gegen 23:00 Uhr ohne nennenswerte Ereignisse durch zwei Kameraden der Berufsfeuerwehr der Südwache abgelöst wurden.

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Beleuchtung der Einsatzstelle

Einsatznummer: 63, Datum: 08. Juni 2013, Zeit: 17:30 Uhr - 20:00 Uhr, Ort: Klärwerk Trotha, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Das Klärwerk in Trotha wurde durch die Wassermassen arg beschädigt. Spezialfirmen arbeiteten tagelang mit Hochdruck an der Problemlösung und reparierten die Anlage. Um auch in den Nachtstunden die Arbeiten fortführen zu können, stellten wir die Beleuchtung sicher. Durch die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges wurde die Einsatzstelle mit dem Beleuchtungssatz des Fahrzeuges ausgeleuchtet. Die Geräte verblieben vier Tage an der Einsatzstelle.


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Vom Bett zum Passendorfer Damm

Einsatznummer: 62, Datum: 07. Juni 2013, Zeit: 00:28 Uhr - 11:13 Uhr, Ort: Passendorfer Damm, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Bis zum späten Nachmittag hatten die Ammendorfer bereits den Passendorfer Damm regelmäßig kontrolliert. Es schien als hätten wir endlich einmal Zeit, die Einsatznachbereitung der vergangenen Hochwassereinsätze nachzuholen und einen entspannten Abend zu verbringen. Vor dem nächsten Morgen rechnete keiner mehr mit einem neuen Einsatzauftrag. Doch so sehr kann man sich täuschen: Die Funkmeldeempfänger rissen, kaum dass Mitternacht vergangen war, die gesamte Mannschaft aus dem gerade bestiegenen Bett. Von zwei zur Dammkontrolle eingeplanten Wehren konnte nur eine den Einsatzauftrag übernehmen, sodass die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Diemitz durch uns unterstützt werden sollten. Die meisten unserer Kameraden waren noch nicht einmal eingeschlafen und trotzdem rückten wir nach einem langen Tag wieder zu der uns wohlbekannten Einsatzstelle am Passendorfer Damm aus.

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Wasser in der Musikschule

Einsatznummer: 61, Datum: 06. Juni 2013, Zeit: 12:12 Uhr - 17:31 Uhr, Ort: Robert-Franz-Ring, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Die Musikschule im Robert-Franz-Ring wurde vom Hochwasser schwer getroffen. Wie schnell eine Existenz zu Grunde gehen kann, konnte hier an der Einrichtung und den defekten Musikinstrumenten erkannt werden. Unser Tanklöschfahrzeug mit dem Rettungsboot wurde zum Einsatzort entsandt, um noch wichtige Gegenstände mit dem Boot aus dem Objekt zu transportieren. Aus dem Inneren des Gebäudes wurde mit einer Tauchpumpe eingedrungenes Wasser entfernt und der Sandsackverbau im Hofbereich verstärkt.


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Passendorfer Damm zum Dritten

Einsatznummer: 60, Datum: 06. Juni 2013, Zeit: 08:13 Uhr - 15:51 Uhr, Ort: Passendorfer Damm, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.05.01.05Bei schönstem Sonnenwetter wurden wir zum dritten Mal seit Beginn der Hochwasserlage zum Passendorfer Damm beordert. Hat jemand Sonnencreme mit? Zum Glück kam ein Ja und die Creme war auch vonnöten. Kurzzeitig lenkte dies von der Dramatik der letzten Tage ab, doch ein Blick über den Damm holte einen in die Realität zurück. Wir wussten, warum wir hier waren. Nachdem der Hochwasserscheitel in der vorherigen Nacht Halle passiert hatte, musste nunmehr vermehrt Augenmerk auf die Dämme gelegt werden. Selbst bei sinkenden Wasserständen sind Deiche und Dämme weiter gefährdet, da aufgrund des ständig anstehenden Wassers diese immer weiter aufgeweicht werden. Gefährdungen können zum Teil sogar noch zunehmen. Somit muss die Verteidigung und die Beobachtung so lange fortgeführt werden, bis eine Gefährdung tatsächlich ausgeschlossen werden kann. Die komplette Einsatztechnik wurde besetzt und 25 Kameraden standen am Deich.

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Personentransport

Einsatznummer: 59, Datum: 06. Juni 2013, Zeit: 07:30 Uhr - 09:01 Uhr, Ort: Matthias-Grünewald-Straße, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Aufgrund der immer noch steigenden Pegel von Saale und Elster sowie der angespannten Lage am Gimritzer Damm entschied der Katastrophenstab der Stadt gewisse Bereiche in Halle Neustadt aus Sicherheitsgründen zu evakuieren. Am Morgen des 06.06. fuhren wir mit unserem Mannschaftstransportfahrzeug eine ältere Dame von ihrer Wohnung in die zur Verfügung gestellten Unterkünfte Am Stadion 5 in Halle Neustadt. Sowohl die angespannte Situation als auch die Ungewissheit, wie sich die Hochwasserlage weiter entwickelt, waren der Frau deutlich anzumerken. Einfühlsame Worte und das Tragen ihrer Sachen sowie auch die Gewissheit, dass sie ihren kleinen Hund nicht alleine zu Hause lassen musste, konnten die Frau etwas beruhigen. Am Stadion 5 angekommen übergaben wir die Frau dem ASB (Arbeiter Samariter Bund), der hier für die weitere Betreuung der Personen zuständig war.


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