Logistikfahrten mit dem THW

Einsatznummer: 58, Datum: 05. Juni 2013, Zeit: 02:00 Uhr - 07. Juni 2013, Zeit: 14:30 Uhr, Ort: Brachwitzer Straße, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Im Auftrag des Stabes stellte die FF Ammendorf einen erfahrenen Maschinisten für die Begleitung des THWs ab. Das große Einsatzgebiet und die vielen Sperrungen von Straßen im Innenstadtbereich setzten besondere Ortskenntnisse voraus. Die auswärtigen THW’ler versorgten mittels eines Logistik-LKWs die ihnen zugeteilten Einsatzstellen. Unser Kamerad plante die Route und half bei allen möglichen Be- und Entladearbeiten. Von A-Z war alles zu transportieren. Am Donnerstag dem 06.06. gegen 14:00 Uhr konnte ein ortskundiger Fahrer für das THW-Fahrzeug gefunden werden. Der Einsatz war somit nach mehreren Personaltauschen durch unsere Kameraden (3x12 Stunden) beendet.


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Ammoniaktanks nicht in Gefahr

Einsatznummer: 57, Datum: 05. Juni 2013, Zeit: 11:50 Uhr - 21:15 Uhr, Ort: Brachwitzer Straße, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.05.02.09Auch im Trothaer Hafen spitzte sich die Lage dramatisch zu. Zum Hochwasser der Saale drängten  hier auch noch großen Mengen Grundwasser auf Straßen, Hinterhöfe und Keller. In den Kellern des Archäologischen Instituts in der Brachwitzer Straße stand das Wasser bereits hüfthoch. Unser TLF wurde mit dem Rettungsboot alarmiert und fuhr nach Trotha. Dort angekommen rüstete sich die Besatzung mit Wathosen aus und rettete wertvolle Schriften und Artefakte. Auf den Rückwegen wurden gleich noch privat beschaffte Tauchpumpen und Notstromaggregate mitgenommen. Nach unzähligen Touren mit dem RTB konnte hier die Einsatzstelle an den Verantwortlichen übergeben werden. Den Standort konnten wir gleich beibehalten, lediglich die Hausnummer änderte sich. Auch beim ansässigen Lebensmittelbetrieb stand das Wasser in den Produktionshallen. Bei der Firma lagerten größere Mengen Ammoniak, worauf sich der Stab veranlasst sah, dass sich die Feuerwehr die Gegebenheiten einmal anschaut. Zur Unterstützung wurde jetzt noch unser Löschgruppenfahrzeug und der Zugführer der Hautwache mit dem ELW 1 angefordert.

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Sammelplatzlogistik

Einsatznummer: 56, Datum: 05. Juni 2013, Zeit: 10:25 Uhr - 23:50 Uhr, Ort: Messe Bruckdorf, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Wie schon erwähnt ist der Abschnitt Süd für Versorgung und Logistik zuständig. Aus diesem Grund wurden wir per Telefon vom Stab aufgefordert in der Halle-Messe einen Anlaufpunkt für anrückende Einheiten bzw. als Reserve für eventuelle Evakuierungen einzurichten. Zwei Kameraden übernahmen diese Aufgabe schnappten sich Stifte, Schreibutensilien und in der Halle 4 wurde ein provisorischer Meldepunkt geschaffen. Ein Telefon und Tische und Stühle wurden durch die netten Mitarbeiter der Messe zur Verfügung gestellt. Halbstündlich sollte die Anzahl der eingetroffenen Kräfte per Draht an den Stab gemeldet werden. Bis ca. 0:00 Uhr wurde der Anlaufpunkt betrieben und danach mangels Bedarf eingestellt.


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Versorgungsfahrten

Einsatznummer: 55, Datum: 05. Juni 2013, Zeit: 01:30 Uhr - 08:00 Uhr, Ort: Stadtgebiet, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Die nunmehr andauernden Einsätze und die Einbindung von Fahrzeuge und Aggregaten in diese Aufgaben bedingen auch die Versorgung mit Treibstoff und Schmiermitteln. Aus diesem Grund übernahm unser MTF im Anschluss an den Einsatz Passendorfer Damm diverse Versorgungsfahrten im Stadtgebiet. Für Diesel und Benzin wurde mehrfach zwischen der Hauptwache und den anfordernden Einsatzstellen hin und her gependelt. Im Laufe der Nacht halfen diese beiden Kameraden auch bei der Umsetzung der ELSA (Einsatzleitzentrale) vom Gimritzer Damm zum Von-Seckendorff-Platz, da, wie bekannt, sich dort die Lage dramatisch zuspitzte. Der wichtigste Auftrag stand noch bevor: Die in ein Außenlager gelieferten Sandsäcke sollten pünktlich um 07:00Uhr an der neuen Sandsackfüllstation auf dem Marktplatz eintreffen. Dieser Auftrag konnte pünktlich erfüllt werden und somit standen den vielen fleißigen Helfern erst einmal ausreichen Säcke zur Verfügung. Danach beendeten die Kameraden ihren Einsatz gegen 08:00 Uhr und machten eine wohlverdiente Ruhepause.


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Dammkontrolle

Einsatznummer: 54, Datum: 05. Juni 2013, Zeit: 09:45 Uhr - 15:30 Uhr, Ort: Rennbahnring, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Bereits am Vorabend wurde unsere Wehrleitung darüber in Kenntnis gesetzt, dass am nächsten Vormittag ein Abschnitt des Gimritzer Dammes durch Kräfte der ammendorfer Wehr beaufsichtigt werden sollte. Der anstehende Wasserdruck der aus ihrem Flussbett entwichenen Saale hatte die Nacht über nicht gerade förderlich auf die Stabilität des Dammes eingewirkt. Gegen halb zehn trafen sich die zur Wache eingeteilten Kameraden und rückten in Staffelstärke zur technischen Einsatzleitung, welche ihren neuen Standort auf dem Von-Seckendorff-Platz  bezogen hatte, aus. Dort wurde ihnen der genaue Einsatzort, Abschnitt 4 nähe Rennbahnkreuz, und Einsatzauftrag benannt. Auf der Fahrt zum Rennbahnkreuz erreichte uns von der Einsatzleitung noch die Anfrage, ob wir nicht für die Kollegen der Berufsfeuerwehr Gummistiefel von der Hauptwache abholen könnten. Diese befanden sich bereits im Wacheinsatz am Damm und konnten diesen nicht mehr trockenen Fußes erreichen. Da  dieser Tage nasse Füße nicht selten aber dafür umso unpraktischer waren, kamen wir der Anfrage gern nach. Nach Ablieferung der Gummistiefel und Ankunft im uns zugeteilten Einsatzabschnitt, verschafften wir uns zunächst einen Überblick über den Zustand des Dammes.

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Unterstützung bei der Stabsarbeit

Einsatznummer: 53, Datum: 04. Juni 2013, Zeit: 17:00 Uhr - 09:00 Uhr, Ort: An der Feuerwache 5, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Auch in dieser Nacht befasste sich ein Vertreter unserer Wehr mit der Stabsarbeit und trug zur Entscheidungsfindung bei. Während der Hochwassersituation in Halle wurde ein Krisenstab zur Koordinierung und Leitung aller Einsätze und Handlungen eingesetzt. Wie schon erwähnt saßen im Stab der Oberbürgermeister, leitende Führungskräfte der Feuerwehr und zahlreiche Fachberater vom THW, Polizei und vielen anderen Organisationen und Verbänden. Alle Informationen und Einsatzlagen wurden im Stab erfasst und bewertet. Nur mit gesicherten Informationen war man in der Lage entscheidende Einsatzbefehle zu geben und zum Beispiel die Sandsackverteilung zu bestimmen.


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Versorgungsfahrten

Einsatznummer: 52, Datum: 04. Juni 2013, Zeit: 08:32 Uhr - 06:00 Uhr, Ort: Stadtgebiet, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Die Ammendorfer Kameraden waren nur kurz im Bett, da schrillte gegen 08:30 Uhr schon wieder der Alarmmeldeempfänger. Mehrere schlaftrunkene Gestalten sammelten sich im Gerätehaus. Nach Rücksprache bei der Leitstelle erfuhren wir, dass unser MTF Versorgungsfahrten zu übernehmen hätte. Da wir im Abschnitt Süd für Versorgung und Logistik zuständig sind, war der Einsatzauftrag nicht neu. Ein Maschinist enterte das MTF und unterstützte das DRK bei der Versorgung der Einsatzkräfte an den verschiedenen Orten. Innerhalb des fast 3-tägigen ununterbrochenen Einsatzes wechselten sich die Fahrer selbstständig ab und auch das MTF konnte durch ein anderes Fahrzeug ersetzt werden, damit wir dieses für den Personentransport an anderen Einsatzstellen zur Verfügung hatten.


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Sandsackverbau auf 200m²

Einsatznummer: 51, Datum: 04. Juni 2013, Zeit: 18:33 Uhr - 01:24 Uhr, Ort: Passendorfer Damm, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.04.01.01Per Funkmeldeempfänger wurden die Kameraden der Wehr zum Passendorfer Damm an die B80 beordert. Der gesamte Löschzug wurde besetzt und es ging mit einer Feuerwehrfrau und über 20 Mann zur Einsatzstelle. Wegen des doch dichten Verkehrs, bedingt durch die vielen Sperrungen in Halles Innenstadt, nahmen wir den Weg via Schkopau-Rattmannsdorf-Holleben zur Auffahrt Zollrain. Dort warteten schon mehrere Lkw mit den Sandsäcken auf uns. Es erfolgte eine Einweisung durch ein Mitglied des Stabes über die bevorstehenden Arbeiten und eine Absprache, in welchen Abschnitten des Dammes die angerückten Kräfte tätig werden sollen. Die Ammendorfer Wehr bekam den Unterabschnitt 3 der Einsatzstelle „Passendorfer Damm“ zugeordnet. Diese befand sich in der Kurve hinter der Auffahrt Zollrain und erstreckte sich auf eine Länge von ca. 60 m. Im besagten Bereich sollte eine Drainage am Fuß des Dammes gelegt werden, um zu verhindern, dass der Damm unterspült wird. In besonders durchnässten Bereichen wurde diese Sicherung durch eine ca. 1 m hohe Deichfußbeschwerung ergänzt. Der Hochwasserscheitel wurde noch erwartet, eine Aufkadung des Dammes war nicht nötig, da das Freibord noch genügend Spielraum nach oben lies. Mangels noch nicht vorhandenen Geotex-Vlieses begannen die Kräfte mit dem Abladen der bereitstehenden Lkw und Lagerung der Sandsäcke zwischen Damm und Bundesstraße.

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Hunderte Helfer am Gimritzer Damm

Einsatznummer: 50, Datum: 03. Juni 2013, Zeit: 19:58 Uhr - 07:01 Uhr, Ort: Gimritzer Damm, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.03.01.01Rund fünf Minuten nach Beendigung des vorherigen Einsatzes mussten wir zur Unterstützung an den Gimritzer Damm. Die Deichkrone musste erhöht werden, da das Wasser einen neuen Höhenrekord erreichen sollte. Neben den hunderten Helfern aus Feuerwehr, Bundeswehr und THW  waren weitere hunderte Freiwillige zum Helfen am Gimritzer Damm eingetroffen. Bei einen Dammbruch oder einer Überspülung würden weite Teile des Stadteils Halle Neustadt unter Wasser stehen. Die Bilder die wir aufnehmen konnten, werden sich ewig in unseren Gedanken befinden. So viele private PKW kamen und luden Sandsäcke aus, so viele Helfer füllten Sandsäcke und weitere hunderte Helfer stabilisierten den Damm. Eine Welle der Hilfsbereitschaft war losgetreten. Sage und schreibe 11 Stunden später wurden wir vollkommen erschöpft und übermüdet aus dem Einsatz ausgelöst und in die Pause geschickt.

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Deichläufer entdecken Wasseraustritt

Einsatznummer: 49, Datum: 03. Juni 2013, Zeit: 18:22 Uhr - 19:47 Uhr, Ort: Passendorfer Damm, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.03.03Die Kameraden waren an diesen Hochwasser-Montag gerade mal eine Stunde im Gerätehaus als Deichläufer an dem Passendorfer Damm eine Durchsickerung festgestellt hatten. Die hohe Gefahrenlage der unter Dauerdruck stehenden Deiche musste ein sofortiges Handeln zur Folge haben. Drei ammendorfer Fahrzeuge wurden alarmiert und zum Einsatzort entsandt. Vor Ort machten sich zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes bemerkbar und lotsten uns zur Fundstelle. Eine kleine klare Quelle sprudelte aus dem Deichfuß heraus. Mit auf dem Weg zur Einsatzstelle waren die Experten vom Umweltamt und Mitarbeiter vom Technischen Hilfswerk. Nach genauer Beurteilung wurde festgelegt, dass vorerst keine Arbeiten unternommen werden. Die Gefahr, dass das weiche Deichmaterial von den Einsatzkräften locker getreten wird, war in diesem Moment gefährlicher. Es wurde angewiesen die Fundstelle von den Deichläufern öfter zu bestreifen.


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