Einsätze 2016

Heißluftballon in ICE-Oberleitung

Einsatznummer: 49, Datum: 6. Mai 2016, Zeit: 21:36 Uhr - 22:27 Uhr, Ort: Am Bahndamm, Einsatzart: Hilfeleistung


e16.05.06.01e16.05.06.02Freitagabend ging ein Notruf bei der Leitstelle Halle ein, dass ein Heißluftballon, bei Anbruch der Dämmerung, auf der Saale-Elstertalbrücke gelandet ist und sich möglicherweise in der Stromleitung der ICE Trasse verfangen hatte. Daraufhin wurden der B-Dienst und der Löschzug der Ortswehr Ammendorf alarmiert. Weiterhin wurden die Saalekreis-Feuerwehren alarmiert, die von der anderen Seite der ICE-Brücke anfuhren. Durch die Leitstelle wurden gleich nach der Alarmierung der Rettungskräfte alle weiteren notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der Einsatzstelle und die Nachforderung weiterer Spezialkräfte veranlasst. Der Notfallmanager der Deutschen Bahn eilte ebenfalls zum Einsatzort nach Ammendorf. Der Bahnverkehr auf der ICE Trasse wurde gesperrt und zwei Personenzüge wurden sofort gestoppt. Mit auf dem Weg zur Einsatzstelle war die Motorradstaffel der Ortswehr Büschdorf. Acht Minuten nach Alarmierung waren 21 Ammendorfer Kameraden mit allen Fahrzeugen am Sammelplatz am Bahndamm in Ammendorf eingetroffen. Hier verblieben die Einsatzkräfte bis zum Eintreffen des Notfallmanagers und bis zur Bestätigung der Streckensperrung und der Freischaltung der Oberleitung. Das Mannschaftstransportfahrzeug und die Motorradstaffel erkundeten schon mal das nähere Umfeld auf mögliche Feststellungen. Zeitgleich beim Eintreffen des Notfallmanagers am Einsatzort, wurde die Leitstelle von Zeugen über eine genauere Lage informiert. Der Heißluftballon soll auf einer Wiese in der Ortschaft Planena gelandet sein. Daraufhin verließen die Fahrzeuge der Ortswehr Ammendorf den Bereitstellungsraum und fuhren die Ortschaft Planena an. Auf einer Wiese neben der Saale-Elstertalbrücke standen rund 15 Personen und die Betreiberfirma des Heißluftballons. Alle waren wohl auf. „Es war eine geplante Landung“, sagte der Ballonführer. Auch das Ballon-Verfolgerfahrzeug mit der Bodenbesatzung war bereits vor Ort. Nach Rücksprache mit dem meldeten Anrufer und einer genauen Schilderung des Vorfalls, konnte von einer falschen Wahrnehmung ausgegangen werden. Der Anrufer schätzte die Lage so ein, dass der Ballon auf der Brücke und nicht hinter der Brücke landete. Somit löste sich die Aufregung sprichwörtlich in heiße Lauft auf. Alle Einsatzkräfte konnten den Einsatz somit abbrechen.

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