Jugend aktuell

Ein Tag wie bei der Berufsfeuerwehr

20170520 144825Am 20/21.05.2017 war es wieder soweit, der diesjährige Tag der Berufsfeuerwehr der Jugendfeuerwehr Halle-Ammendorf stand auf dem Programm. Die Jugendleitung hatte wieder zahlreiche Aktionen vorbereitet. Pünktlich um 7:00 Uhr war Dienstbeginn. Der Jugendwart teilte die Jugendlichen und Betreuer ein. Die Fahrzeuge wurden übernommen und die Einsatzkräfte brachten ihre persönliche Schutzausrüstung auf ihre Plätze. Direkt im Anschluss gab es Frühstück, schließlich sagt ja schon ein Sprichwort:“Ohne Mampf kein Kampf“.

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Von 9 bis 12 Uhr stand Dienstsport im Hallenbad „Saline“ auf dem Dienstplan. Unter Anleitung erfahrener Rettungsschwimmer der Wasserwacht wurde den Jungen und Mädchen gezeigt, wie man sich verhalten muss, wenn man z.B. aus einem Boot fällt. Nach dieser kräftezehrenden Sporteinheit konnten sich alle bei Nudeln mit Wurstguasch wieder stärken. Zum Nachtisch gab es für unsere Naschkatzen rote Grütze mit Vanillesoße.


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Als Nächstes stand Mittagsruhe auf dem Programm. Ein paar Jugendliche suchten sich ruhige Ecken und lasen ein Buch. Andere spielten Karten. Die Ruhe hielt bis 14:30 Uhr. Nachdem der Gong ertönte, hielten alle kurz inne und lauschten der Durchsage: „Einsatz TLF und MTF, Katze auf Baum“. Schnell waren beide Fahrzeuge besetzt und rückten aus. Vor Ort entdeckten die Einsatzkräfte eine verängstigte Katze im Baum sitzen. Die Multifunktionsleiter wurde entnommen und in Stellung gebracht. Der Angriffstrupp stieg hoch und befreite das Tier aus seiner misslichen Lage. Dankbar und überglücklich konnte die Besitzerin ihren Liebling wieder in die Arme schließen. Die Einsatzkräfte packten zusammen und fuhren wieder zurück.

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Nur kurz nach der Gruppe TLF/MTF wurde auch die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges gefordert. In der Ortslage Beesen sollte eine längere Ölspur sein. Der GW-ÖL der HW war bereits vor Ort und forderte Unterstützung an. Nach Freimelden von der Einsatzstelle „Katze auf Baum“, wurde auch die zweite Gruppe nachgefordert. An der Einsatzstelle stimmten sich die Gruppenführer mit der Besatzung des GW-ÖL ab und man begann mit vereinten Kräften die 400m Ölspur abzustreuen und im Anschluss die Straße wieder zu reinigen. Halb vier waren alle wieder zurück und genossen den Nachmittag mit frischer Honigmelone.


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17 Uhr stand dann der erste Großeinsatz an. „Waldbrand Radeweller Straße“ schallte es aus dem Lautsprecher. Mit allen Fahrzeugen ging es nach Radewell. Bereits auf der Anfahrt konnte man eine Rauchentwicklung wahrnehmen. Vor Ort wurden die Gruppen aufgeteilt und begannen ihre Aufgaben abzuarbeiten. Vier Trupps begannen mit dem Aufbau einer Wassergasse und schafften es erfolgreich mit 4 C-Rohren ein Übergreifen der Flammen auf ein Feld zu verhindern. Zwei weitere Trupps gingen mit Löschrucksäcken und D-Schläuchen zur direkten Brandbekämpfung in den Wald vor und konnten nach 30 min „Feuer aus“ melden. Nach einer Auswertung vor Ort wurde zügig zusammen gepackt und ins Gerätehaus zurück gefahren. Im Gerätehaus warteten dann frische Hamburger und Hotdogs auf die erschöpfte Truppe. Gemeinsam ließ man es sich schmecken.


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Die Ruhe währte nicht lange. Gegen halb neun mussten ein weiteres Mal alle Fahrzeuge ausrücken. In einer Kleingartenkolonie ging eine Grillfeier sprichwörtlich in die Hose. Um den Grill schneller anzufeuern, wurde Benzin als Grillanzünder verwendet. Es kam wie es kommen musste. Eine Verpuffung verletzte eine der Grillgäste schwer und setzte die Laube in Brand. Atemschutztrupps von LF und TLF wurden zur Brandbekämpfung und Personensuche eingesetzt. Weitere Trupps stellten die Wasserversorgung her. Die verletzte Person wurde erstversorgt und an den Rettungsdienst übergeben. Bei den Löscharbeiten in der Laube wurden mehrere Gasflaschen gefunden und geborgen. Diese wurden im Anschluss von einem weiteren Trupp gekühlt bis sie als ungefährlich eingestuft werden konnten. Nach abschließender Auswertung und Gruppenbild ging es für alle zurück, wo eine entspannende Dusche wartete.


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Kurz nach 22 Uhr setzte dann langsam die Nachtruhe ein und es wurde spürbar ruhiger im Gerätehaus. Die Betreuer saßen noch etwas am Lagerfeuer zusammen und überlegten, was sie im nächsten Jahr anders machen könnten. Ein Teil der Betreuer verlieb bei den Kindern und Jugendlichen im Gerätehaus, der andere Teil fuhr zum Schlafen nach Hause.
Um 6:00 Uhr war die Nacht bereits wieder zu Ende. Während die Jugendlichen noch schliefen schlichen sich ein paar Betreuer raus um einen letzten Einsatz vorzubereiten. Nicht planmäßig wurden um 6:29 Uhr ein letztes Mal vom Gong geweckt. „Tier in Notlage“ hieß es für die Bestatzung des LF. Während die Besatzungen von TLF und MTF noch ein paar Minuten hatten, um zu sich zu kommen. Musste die erste Gruppe sofort hellwach sein. In der Brückenstraße in Radewell empfing sie ein aufgeregter Anrufer. Er berichtete, dass er am Fuße eines kleinen Abhangs etwas Grünes hat durch das Gras kriechen sehen. Der Angriffstrupp, stieg mit Brustbund gesichert, vorsichtige den Hang hinab. Die Überraschung war groß als man plötzlich ein 1m großes Krokodil fand. Der mittlerweile eingetroffene Besitzer konnte aber den Gruppenführer beruhigen. Das Krokodil, was auf den Namen Schnappi hört, ist von klein auf mit der Hand groß gezogen worden und wollte mal die Welt außerhalb seines Terrariums erkunden. Das zahme Tier ließ sich vom Angriffstrupp hochheben und wurde behutsam wieder zu seinem Besitzer gebracht. Nach der Auswertung wurden noch frische Brötchen geholt und es ging zum Frühstück zurück ins Gerätehaus.


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Die Tische waren bereits durch die zweite Gruppe gedeckt und alle setzen sich zum abschließenden Frühstück zusammen. Im Anschluss wurde noch das Gerätehaus gereinigt. Die Betreuer säuberten die Einsatzfahrzeuge, tauschten verbrauchte Materialien und brachten im Anschluss die beiden von der Berufsfeuerwehr bzw. von der Brandschutzerziehung geliehenen Fahrzeuge wieder zurück. Nachdem alles soweit sauber war, zogen sich die beiden Jugendsprecher mit dem Rest der Jugendfeuerwehr zurück und man wertete den Tag der Berufsfeuerwehr aus. Diese Auswertung wurde dann anschließend der Jugendleitung und den Betreuern vorgetragen. Dabei wurden auch Vorschläge und Wünsche für nächstes Jahr geäußert. Im Großen und Ganzen war es wieder ein erfolgreicher Tag. Um 11 Uhr ging dieser Tag dann zu Ende und alle gingen stolz aber erschöpft nach Hause. Wir möchten uns an dieser Stelle bei der Wasserwacht und dem ASB bedanken, die uns Personal und ein Fahrzeug zur Verfügung stellten. Ein weiterer Dank geht an den Vorstand der Kleingartenanlage „Frohsinn“. So war es uns möglich im Garten von einem Kameraden einen Einsatz durchzuführen. Ein besonderer Dank gilt den Partnern unserer Betreuer. Sie haben zum Wohle der Jugendfeuerwehr 28 Stunden auf ihre Liebsten verzichtet.

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