Jugend aktuell

Mit der Jugend auf Streifzug durch die Nacht

ja17.06.25.09Ziemlich spektakulär begann der Streifzug durch die gestrige Lange Nacht der Wissenschaften am Hubschrauberlandeplatz des Uniklinikums in Kröllwitz. Mit viel Wind und vor einer neugieren Menge landete der Hubschrauber der DRF-Luftrettung, der sogleich von der wissensdurstigen Meute bestürmt und von den kleinsten Besuchern von Innen strengstens inspiziert wurde. Die eine oder andere Technik- und Ausstattungsfrage stellten unsere Kidds neugierig an die Piloten, die jede geduldig beantworteten. Noch mal tief durchgeatmet ging es im Anschluss in die Räume des Klinikums. Denn ein Besuch im Krankhaus erinnert an das eine oder andere Leid oder den letzten Aufenthalt. In Erinnerung bleibt oft dieser typische Geruch nach Desinfektionsmitteln. Unser Geruchsinn stellten wir beim Geruchstest auf die Probe. Dabei unterlag unsere Nase den einen oder anderen Härtetest, gerade beim Erschnüffeln von Knoblauch, Terpentin oder Schuhleder. Mit null, ein oder zwei Fehlern bestanden alle den Schnüffeltest. Aber auch die Augen strengten wir an. In diesem Fall stellten wir uns den Augenkrankheiten gegenüber. Überrascht und gleichsam schockiert über die verschiedensten Augenkrankheiten, wie beispielsweise halbseitige Erblindungen, Trübungen (grüner und grauer Star), Einblutungen oder Gesichtsfeldausfall, probierten die Kidds sich auch mal aus, mit Blindenstock zu orientieren. Im Gespräch mit dem medizinischen Personal vor Ort, erfuhren wir auch noch, welche Hilfsmittel es gibt und welche Krankheiten wie behandelt werden. Jeder erinnerte sich beim Ausprobieren der Simulationsbrillen übereinstimmend an den Simulationsraum des Blindenwerkes in der Kantstraße. Ein flaues Gefühl im Bauch verriet, dass es mittlerweile Zeit für eine Essenpause war. Diese legten wir im Hof des Klinikums ein und sprachen uns über die nächsten Besichtigungsmöglichkeiten ab. Denn der Abend war um 20:00 Uhr noch recht jung. Um keine Zeit sinnlos zu verlieren, schlossen wir uns einer Führung unter dem Thema wie eine Blutkonserve hergestellt wird an und lauschten satt, zufrieden und hoch konzentriert den Ausführungen. In der Länge der Führung leicht überzogen, erhielten wir Einblicke in die hoch komplizierte Arbeit der Mediziner. Das gespendete Vollblut, so haben wir gelernt, rettet Leben, in dem es durch Zentrifugieren in seine Bestandteile aufgespalten und zur Heilung verschiedenster Krankheiten, wie Krebs- oder Nieren- und Leberkrankheiten, aber auch bei Komplikationen unter der Geburt sowie bei Knochen- und Gelenkkrankheiten, eingesetzt wird. Das hat uns eine Menge Neues näher gebracht. Im Erdgeschoss tobten sich die Jugendlichen bei den verschiedenen Reanimationsmöglichkeiten aus, erprobten eine Naht am Modell, führten Venenpunktionen durch oder überprüften ganz klassisch die Vitalfunktionen. Da waren unsere Kidds natürlich mit viel Enthusiasmus und Spaß dabei. Nachdem wir uns dann einigten, mit dem Busshuttle in die Franckeschen Stiftungen zu fahren, widmen wir uns einem anderen spannenden Teil des Abends zu, einem Science Slam mit Überraschungseffekt. Denn schließlich wussten wir nicht, was uns nun erwartete. Überraschend von den hochwissenschaftlichen Forschungsthematiken HIV-Schere, Nanoteilchen und Blutkrebsbekämpfung, verstanden es die Jungwissenschaftler, uns „Leihen“ die Problematiken auf einfachen und amüsanten Wegen zu erläutern. Das Publikum war dazu angehalten mit Beifall den Sieger des Science Slam zu küren. Nur Einer bzw. Eine von Dreien konnte den ersten Preis gewinnen. Das gefiel allen Kidds und auch den Betreuern sehr. Dies hielt die Stimmung trotz später Stunde oben. Denn wir schreiben bereits nach 23:00 Uhr. Hundemüde, aber mit neuem Elan fuhren wir wieder mit dem Shuttlebus, deren Fahrgäste und auch Busfahrer wie immer guter Stimmung waren, zum Steintorcampus. Doch statt in die Sterne guckten wir in die Röhre. Denn am Institut für Astronomie war circa zu 24:00 Uhr leider keiner mehr da. So kehrten wir leicht geknickt, aber mit neu gewonnenen Eindrücken und Erkenntnissen mit der Straßenbahn nach Hause. Perfektes Timing, denn am Geräthaus eingetroffen, holten auch gleich die Eltern ihre Kidds ab. Somit endete der Abend für die Betreuer ebenfalls rasch. Es lohnte sich allemal. Die Lange Nacht der Wissenschaften ist bereits für nächstes Jahr fest eingeplant. An dieser Stelle noch mal ein Gruß an die Jugendfeuerwehr: Es war ein gelungener Abend!

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