Jugend Veranstaltungen

Einsätze für die Jugendwehr

Am 20.08.11 führte die Jugendfeuerwehr ihren diesjährigen Tag der Berufsfeuerwehr durch.

v11.08.20.35v11.08.20.18Dienstbeginn war 07.00 Uhr. Dies verzögerte sich jedoch durch einen echten Einsatz. Trotzdem konnte es fast pünktlich los gehen. Die Kinder und Jugendlichen wurden eingeteilt und übernahmen die Fahrzeuge. Diese wurden auf Vollständigkeit und Funktionalität überprüft. Nebenbei wurde das Frühstück von einem Teil der Besatzung zubereitet. Nach dem Frühstück stand Ausbildung auf dem Dienstplan. Gerade als man mit der Ausbildung beginnen wollte, kam der erste Einsatz.

Uhrzeit: 07.59 Uhr; Stichwort: Meldereinlauf; Ort: Merseburgerstraße 335, Betriebsgelände HAVAG; Alarmierte Kräfte: Löschzug Ammendorf.

Nach einer kurzen hektischen Phase eilten alle zu ihren Fahrzeugen und es konnte losgefahren werden. Schnell wurde die Einsatzstelle erreicht. Dort hatte der diensthabende Disponent der HAVAG bereits das Tor zum Betriebsgelände geöffnet. Der Gruppenführer des Löschgruppenfahrzeuges überprüfte daraufhin die BMZ. Die Meldergruppe 21 hatte ausgelöst. Nach einer kurzen Einweisung durch den Gruppenführer ging der Angriffstrupp per Laufkarte zum vermutlichen Brandobjekt vor. Es wurde jedoch nichts festgestellt. Nachdem die BMZ zurückgesetzt worden war, erfolgte die Meldung an die Leitstelle. Durch diese wurde bestätigt, dass der Melder nicht mehr anlag.

Nach dem Einsatz konnten wir mit dem Bereichsleiter der HAVAG, Herrn Krüger, noch eine kleine Führung durch das Betriebsgelände machen und uns die Technik der Straßenbahnen anschauen. Danach ging es zurück zum Gerätehaus.

Zurück im Gerätehaus wurde die Ausbildungseinheit begonnen. Thema war die FwDV3. Die Gruppenführer der Fahrzeuge haben die Ausbildung übernommen. In der Zwischenzeit wurden wieder ein paar Kameraden abgestellt und haben das Mittagessen vorbereitet. Kurz vor dem Ende der Ausbildung kam schon der nächste Einsatz.

Uhrzeit:11.41 Uhr; Stichchwort: Gefahrgutunfall mit verletzter Person; Ort: Äußere Kasselerstraße; Alarmierte Kräfte: Löschzug Ammendorf, ErkKw Diemitz, RTW

Bei Erreichen der Einsatzstelle wurde sofort nach der GAMS-Regel gehandelt und die Fahrzeuge in ausreichender Entfernung zum Unfallort aufgestellt. Der Gruppenführer des LF8/6 führte eine erste Lageerkundung durch und konnte der Leitstelle den Gefahrgutunfall bestätigen. An dem verunglückten Fahrzeug waren die Gefahrentafeln mit der Stoffnummer 1090 und der Gefahrennummer 33 zu erkennen. Nach Rücksprache mit der Leitstelle wurde bekannt, dass es sich bei diesem Stoff um Aceton handelte. Der Wassertrupp baute auf Befehl eine zweifache Löschbereitschaft und zusammen mit dem Schlauchtrupp ein provisorisches Dekon-Becken auf. Der Angriffstrupp des LF 8/6 rettete unterdessen den Fahrer des verunglückten Fahrzeuges. Nach der Dekontamination konnte der Patient mit leichten Verletzungen dem Rettungsdienst übergeben werden. Der Angriffstrupp des TLF 16/24 Tr rüstete sich in der Zwischenzeit als Sicherungstrupp aus und die Besatzung des MTF baute die Wasserversorgung zwischen dem TLF und dem LF und von einem Unterflurhydranten zum TLF auf. Mittlerweile war der ErkKw der FF Diemitz am Einsatzort angekommen. Nach einer kurzen Einweisung des Gruppenführers des LF 8/6  rüsteten sich die Kameraden der FF Diemitz mit CSA und Messgeräten aus. Es konnte aber nur eine ungefährliche Menge an Aceton festgestellt werden. Nachdem der Stoff aufgenommen und sicher verschlossen worden war, kam der Befehl: „Zum Abmarsch fertig“. Somit fuhren die Fahrzeuge wieder Richtung Standort. Im Gerätehaus angekommen wurde der Einsatz kurz ausgewertet und schließlich die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder hergestellt.

Da sich die Kameraden stetig fit halten müssen, stand nach der Fahrzeugpflege Sport auf dem Dienstplan. Allerdings wurde nach kurzer Rücksprache mit der Leitstelle beschlossen, an diesem sommerlichen Tag baden zu fahren. Die Kameraden waren bereits mit Badesachen in der Fahrzeughalle angetreten, als der nächste Alarm kam.

Uhrzeit:15.26 Uhr; Stichwort: Person im Wasser; Ort: Schkeuditzerstraße 70, Hufeisensee; Alarmierte Kräfte: Löschzug Ammendorf, DLRG Rettungsboot und MZF, RTW

Schnell war der Löschzug ausgerückt und kam etwa zeitgleich mit dem DLRG an der Einsatzstelle an. Im See konnte man zwei Personen im Wasser treiben sehen, die sich an einer Schwimmboje festhielten. Sofort wurde das Rettungsboot zu Wasser gelassen und die zwei Personen gerettet. Am Ufer stand bereits Rettungspersonal mit Decken und Krankentragen bereit.

Bei dieser Übung stand leider kein Rettungsschwimmer zur Verfügung, der direkt beim Eintreffen der alarmierten Kräfte zu den verunglückten Personen hätte schwimmen können. Das hatte dazu geführt, dass mehrere Badegäste zu den Personen im Wasser schwammen und helfen wollten. Für diese hohe Zivilcourage möchten wir uns bedanken, denn es ist heutzutage leider nicht mehr Alltag, dass Menschen in größter Not geholfen wird.

Da sowieso jeder die Badesachen unter der Einsatzkleidung trug, wurde beschlossen noch eine kleine Runde im See zu schwimmen und das schöne Wetter zu genießen. Und wie es der Zufall so will, hatten wir natürlich auch zwei Wassermelonen dabei.

Als wir zurück am Standort waren, war es nach 16 Uhr und die Bereitschaftszeit hatte begonnen. Jeder konnte machen, was er wollte, nur das Gerätehaus durfte nicht verlassen werden. Einige Kameraden kümmerten sich um das Abendessen. Es gab selbstbelegte Hamburger vom Grill.

Noch während des Abendessens wurde der Löschzug erneut alarmiert.

Uhrzeit: 20.01 Uhr; Stichwort: PKW-Brand; Ort: Straße der Bergarbeiter 10; Alarmierte Kräfte: Löschzug Ammendorf

Schon während der Einsatzfahrt legte der Angriffstrupp des LF 8/6 die Pressluftatmer an. Es war eine leichte Rauchentwicklung zu erkennen. Am Einsatzort angekommen, machten die zwei Gruppenführer eine erste Lageerkundung. Es bestätigte sich der PKW-Brand. In einem Hinterhof hatte sich ein PKW, vermutlich durch eine defekte Elektrik, selbst entzündet. Neben dem Fahrzeug lag eine verletzte Person, die der Leitstelle nicht gemeldet worden war. Sofort gaben die Gruppenführer ihre Einsatzbefehle, es erfolgte eine erste Lagemeldung an die Leitstelle und ein RTW wurde nachalarmiert. Der Angriffstrupp des LF 8/6 begab sich zur Menschenrettung. Unterdessen sollte das LF in den Innenhof fahren. Der Wassertrupp des LF rüstete sich aus, um zur Brandbekämpfung vorzugehen. Die Trupps des TLF und des MTF bauten eine stabile Wasserversorgung zum LF auf. Nach erfolgreicher Rettung und Brandbekämpfung ging es zurück zum Standort. Die Fahrzeuge wurden wieder einsatzbereit gemacht. Nach einem langen, anstrengenden Tag freuten sich alle auf ihr Bett. Diese waren schnell bestiegen und nach einer kurzen Plauderstunde wurde es ruhiger. Die Nacht verlief ohne weitere Zwischenfälle bis am frühen Morgen der nächste Einsatz kam.

Uhrzeit: 05.32 Uhr; Stichwort: Gebäudebrand; Ort: An der Fliederwegkaserne 11; Alarmierte Kräfte: Löschzug Ammendorf

Durch den „Gong“ aufgeschreckt, suchten alle ihre Einsatzsachen zusammen und gingen, ein wenig schlaftrunken, zu ihren Fahrzeugen. Am Einsatzort angekommen, führten die Gruppenführer eine erste Lageerkunde durch. Es drang Qualm aus mehreren Fenstern eines Werkstattkomplexes. Da sich der Angriffstrupp schon während der Fahrt mit Pressluftatmern ausgerüstet hatte, konnte er schnell einen Innenangriff vorbereiten. Währenddessen rüstete sich der Wassertrupp des LF als Rettungstrupp aus und die Trupps des MTF stellten eine stabile Wasserversorgung von einem weiter entfernten Hydranten her. Der Angriffstrupp des TLF sollte die weiteren Gebäudeteile erkunden, während der Angriffstrupp LF zur Brandbekämpfung vorging. Durch eine falsche Aufstellung des Verteilers durch den Gruppenführer LF hatte der Melder Rauchgase eingeatmet und ist bewusstlos geworden. Sofort leistete der daneben stehende Wassertrupp erste Hilfe und ein RTW wurde nachalarmiert. Nachdem „Feuer aus“ gemeldet worden war, führte der Angriffstrupp LF eine Zwangsbelüftung mittels Strahlrohr durch. Nach einer etwas längeren Auswertung des Einsatzes ging es zurück zum Standort. Die Fahrzeuge wurden wieder einsatzbereit gemacht und das Frühstück vorbereitet. Nach dem Frühstück wurde das Gerätehaus wieder auf Vordermann gebracht. Zum Schluss wurde Dienstschluss gegeben und die Kinder und Jugendlichen wurden von ihren Eltern abgeholt und jeder hatte eine Menge zu erzählen.

Wir bedanken uns bei den Kameraden der FF Diemitz, den Kameraden des DLRG in Trotha, Herrn Krüger von der HAVAG, der Familie Ebert und Freunden für die großartige Hilfe.

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