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Änderung der Alarmierung bringt schnellere Rettung

s12.08.02Am gestrigen 1. August 2012 ist eine Umstellung der Alarm- und Ausrückeordnung für Halles Feuerwehr in Kraft getreten. Mit dieser Änderung soll die schnelle Erreichbarkeit der Bürger wesentlich erhöht werden. Seit über einem  Jahr wurde durch eine Arbeitsgruppe der Brandschutzbedarfsplan 2012 der Stadt Halle (Saale) akribisch erarbeitet. Der Brandschutzbedarfsplan umfasst zum großen Teil die Aufstellung, die Strukturen, die Aufgaben und die Ausstattung der halleschen Feuerwehr. Anhand von Bilanzen und Statistiken konnte die Arbeitsgruppe die Entwicklungen der Einsatzzahlen, Einsatzarten und weitere zahlreiche Informationen, die für die Erstellung des Bedarfsplanes wichtig sind, erarbeiten. Die Grundlage der Studie ist klar und deutlich. Gemäß Brandschutzgesetz soll die Feuerwehr so organisiert werden, dass sie in der Regel zu jeder Zeit und an jedem Ort ihres Zuständigkeitsbereiches, der über öffentliche Verkehrsflächen zu erreichen ist, unter gewöhnlichen Bedingungen innerhalb von 12 Minuten nach Alarmierung am Einsatzort eintreffen kann. Nach der Erarbeitung  der vorhandenen Sachlagen und den nach landesrechtlichen vorgegebenen Schutzzielen kann die Stadt Halle ein gutes Resümee ziehen. Da die Rettungsfahrzeuge auch selber mal im Stau stehen können oder die Fahrbahnen durch Falschparker versperrt seinen könnten, wurde die durchschnittliche Geschwindigkeit der Löschfahrzeuge auf dem Weg zum Einsatzort für diese Berechnung etwas reduziert. Die Stadt Halle verfügt über zwei Berufsfeuerwehrwachen. Eine ist in der südlichen Innenstadt in der Liebenauer Straße und eine in Halle Neustadt an der Feuerwache stationiert. Die zwölf Freiwilligen Feuerwehren der Stadt verteilen sich weitestgehend auf die Ortslagen am Stadtrand. Die Alarm- und Ausrückeordnung sieht eine Alarmierung der freiwilligen Kräfte werktags von 17 Uhr bis 23.59 Uhr und an den kompletten Wochenenden von Freitag 17:00 Uhr bis Sonntag 23:59 Uhr vor. Dies wurde zur Entlastung der Ehrenamtlichen im Bezug auf Ihr Arbeitsverhältnis eingeführt. Bei Großschadenslagen oder erhöhten Einsatzaufkommen müssen dennoch die Ehrenamtlichen alarmiert werden. Die überarbeitete Version der AAO sieht nun vor, die am Stadtrand stationierten Wehren auch tagsüber bei hilfsfristrelevanten Einsätzen mit dazu zu alarmieren.

Hintergrund ist die schnelle Erreichbarkeit der Einsatzstelle. Die Freiwilligen Feuerwehren in den Randgebieten sollen die etwas längere Fahrzeit der Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr ausgleichen. Egal ob freiwillig oder beruflich, der Ausbildungsstand muss der gleiche sein. Alle Freiwilligen Wehren in der Stadt sind eigenständig organisiert und haben einen sehr guten Ausbildungsstand. Wenn es zu einer Tagesalarmierung kommen sollte, sind auch die Arbeitgeber gefragt. Die Ammendorfer Wehr kann keinen Arbeitsuchenden verzeichnen. Alle Kameraden gehen einer festen Beschäftigung nach. Im Ernstfall kann der ehrenamtliche Retter von seiner Arbeit freigestellt werden. Die Stadt Halle zahlt den Arbeitgebern eine Entschädigung für den Ausfall des Mittarbeiters. Ohne die verständnisvollen Arbeitgeber könnte eine Freiwillige Feuerwehr nur schwer einsatzbereit bleiben. Auf den ländlichen Gebieten ist das der Regelfall. Hier gibt es keine Berufsfeuerwehr wie in Halle. Die Ammendorfer Wehr ist durch die Erweiterung der AAO mit betroffen. Die Randgebiete Osendorf, Radewell, Pfingstanger, Planena und Böllberg gehören zu unserem Zuständigkeitsbereichen. Zusammenfassend kann man sagen, wenn in diesen Ortslagen ein hilfsfristrelevanter Löschzugeinsatz gemeldet wird, werden die Ammendorfer Kameraden immer alarmiert, egal zu welcher Uhrzeit.

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