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Freiwilliger Feuerwehrmann beim Einsatz angegriffen

blaulichtDie Silvesternacht ist für die halleschen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner immer eine besondere Herausforderung. Bereits im Vorfeld wurde durch die Leitung der halleschen Feuerwehr ein Einsatzplan angefertigt und entsprechendes Personal und Technik in Bereitschaft versetzt. Bei den Freiwilligen Feuerwehren werden aller zwei Jahre die Ortswehren im Wechsel besetzt. In diesem Jahr stellten die Ortswehren Dölau, Nietleben, Passendorf, Kanena, Trotha und Büschdorf insgesamt 73 ehrenamtliche Einsatzkräfte. Die Berufsfeuerwehr Hauptwache und Südwache wurde mit 51 Einsatzkräften besetzt. Für die Ortswehren Neustadt, Lettin, Diemitz, Reideburg, Tornau und Ammendorf hieß es dieses Jahr Dienstfrei. Pyrotechnik und Alkohol ist so eine gefährliche Nebensache in der Silvesternacht. Die Hemmschwelle sinkt und die Gefahr an Personenschäden und missbräuchlichem Umgang mit Raketen und Böllern nimmt dramatisch zu. So sind in den Silvesternächten mit einer erhöhten Anzahl an Container- und Unratbränden zurechnen.

Was wir selber in den letzten Jahren erfahren mussten, dass sich feiernde Personen auf der Straße aufhalten und die Einsatzfahrten behindern. Weiterhin werden die Fahrzeuge auf der Alarmfahrt mit Böllern und Raketen beschossen. Was aber dieses Jahr einem Kameraden der Ortswehr Trotha wiederfahren war, ist unter aller Kanone. Bei einer Einsatzfahrt zu einem Dachstuhlbrand wurde das Einsatzleitfahrzeug der Ortswehr Trotha auf dem Marktplatz durch einen betrunkenen Mann zum stehen gebracht. Trotz Sondersignal versperrte der im Rausch befindliche Mann die Fahrbahn und verhinderte so eine eventuelle Rettung von in Not befindlichen Menschen am Einsatzort. Der Fahrer des Fahrzeuges öffnete das Seitenfenster und bat den Mann höflich die Fahrbahn zu verlassen und machte deutlich, dass er zu einem dringenden Einsatz muss. Das hat den Mann anscheinend nicht interessiert. Ohne Vorwarnung schlug der Mann mit der Faust den Feuerwehrmann durch das geöffnete Fenster an die Schläfe. Bereitschaftspolizisten, die sich gerade in der Nähe befanden, kamen zur Hilfe und überwältigten den betrunkenen sofort. Er wiedersetzte sich gegen die Festnahme, konnte aber von den Polizeibeamten gesichert werden. Der verletzte Feuerwehrmann konnte die Einsatzfahrt vermindert weiterführen, musste aber im Krankenhaus Bergmannstrost ambulant behandelt werden. Ein trauriges Ende für einen ehrenamtlichen Kameraden, der seine Freizeit opfert, um Halles Bürger zu schützen und selber verletzt wird. Wir wünschen dem Kameraden aus Trotha gute Besserung. Wir hoffen, dass der Angriff auf den Feuerwehrmann für den Täter nicht ohne rechtliche Folgen bleibt!

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