Einsätze 2005

Großübung

15. Oktober 2005 - 07.00 Uhr Großeinsatzübung


Am heutigen Tage war die Großübung der Stadt Halle für sämtliche Kräfte von Feuerwehr über Polizei bis hin zum Katastrophenschutz. Es wurden zeitgleich insgesamt 4 verschiedene Großschadenslagen durchgeführt. Eine davon war an der Bundesstraße 80 in Halle Neustadt. Dort drohte während eines Hochwassers ein Deich zu brechen. Das Zweite war ein Großbrand in einer Lagerhalle in der Grenzstraße. Eine Wasserversorgung über eine lange Wegestrecke war die Dritte. Zu guter letzt entstand bei einem Live-Konzert in der Emil-Abderhalden-Straße eine Massenpanik mit Verletzten. An dieser Übung beteiligten sich ca. 380 Kräfte, unter anderem die Berufsfeuerwehr Halle, Freiwilligen Feuerwehren Halle, Deutsche Rote Kreuz, Arbeiter Samariter Bund, Malteser Hilfsdienst, Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, Polizei, Ordnungsamt, Stadtverwaltungsbehörde, Bundeswehr, Technische Hilfswerk und viele mehr.

Der Tag begann für die Freiwilligen Feuerwehren Ammendorf und Büschdorf mit dem Aufbau der jeweiligen Bereitstellungsräume. Dort sammelten sich die Fahrzeuge der Hilfsorganisationen mit der entsprechenden Technik. Es wurden von jedem Fahrzeug die Daten festgehalten, von Ankunftszeit über Anzahl der darauf befindlichen Kräfte bis hin zur Fahrzeugkennung. Vom Bereitstellungsraum wurden die benötigten Kräfte und Mittel zu den jeweiligen Einsatzorten alarmiert.

Am Passendorfer Deich wurde Deichverteidigung geübt. Der aufgeweichte Deich wurde zuerst am Deichfuß mit Sandsäcken beschwert und somit stabilisiert. Zu beachten war hier die Tränascheschicht. Damit das Wasser nicht über die Deichkrone floss, erfolgte eine Deichaufkadung. Das heißt, es wurden Sandsäcke auf die Deichkrone gestapelt. An den Stellen wo das Wasser durch den Deich durchgedrungen war, wurde eine Quellkade errichtet und die Gegenseite mit Deichfolie abgedichtet. An dieser Übung nahm das Technische Hilfswerk, die FF Ammendorf, Büschdorf, Nietleben, DLRG, das Ordnungsamt und die Stadtverwaltungsbehörde teil.

In der Emil-Abderhalden-Straße war ein Live-Konzert einer Band. Aus ungeklärter Ursache brach eine Massenhysterie aus. Die vor Ort geeilten Rettungskräfte mussten sich mit dutzenden Verletzten beschäftigen. Durch die Panik und das Gedränge wurden zahlreiche Personen teilweise schwer verletzt. Die Personen die nur blaue Flecke oder Platzwunden hatten, kamen noch klimpflich davon. Viele wurden im Tumult fast ertreten. Die Polizei brachte die gewaltbereiten Personen zur Strecke. An dieser Übung beteiligte sich die Polizei, Bundeswehr, DRK, ASB, Malteser Hilfsdienst und viele andere mehr.

Bei der Finsterwalder Spedition, in der Grenzstraße, brannte eine Lagerhalle. In der Halle brannte Natriumthiosulfat und Chlor trat aus. Ein großer Schaumeinsatz wurde durchgeführt. Die Brandbekämpfung führte die Südwache und die FF Diemitz durch. Weiterhin wurde durch die FF Dölau, Lettin und Reideburg eine Löschwasserversorgung zum Brandobjekt Grenzstraße bis zum Hufeisensee aufgebaut. Die Wasserversorgung streckte sich über ca. 3000 Meter hin.

Ziel dieser Übung ist das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen und Einsatzkräfte. Auch die richtige Übermittlung von Nachrichten und Befehlen über Funk und Telefon an die Leitstelle und anderen Rettungskräften spielte eine wichtige Rolle. Die Versorgung der Einsatzkräfte wurde vor und während der Übung durch die FF Kanena und dem DRK sichergestellt. Zum Mittagessen trafen sich alle Einsatzkräfte auf dem Hof der Hauptwache und gegen 14 Uhr fand eine 1. grobe Auswertung statt.

 

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