Einsätze 2006

Ödlandbrand

30. 19. Juli 2006 - 16.18 Uhr größerer Ödlandbrand


Das heiße Wetter lässt die Feuerwehr nicht verschnaufen. Um 16.05 Uhr ging ein Notruf über einen Brand am Tagebau ein. Alarmiert wurde das HLF 30/40 der Südwache. Nachdem weitere Notrufe in der Leitstelle einliefen wurde das HLF 30/16, ebenfalls von der Südwache, hinterher entsandt. Bei Ankunft des ersten Fahrzeuges konnte eine genaue Lagemeldung gegeben werden. Anfangs brannte ein Getreidefeld auf 2000 m², dass sich im Einsatzverlauf auf 240000m² ausbreitete. Der vor Ort befindliche Einsatzleiter forderte sofort weitere Kräfte und Mittel nach. Die Ortswehren Ammendorf, Büschdorf, Kanena und die Hauptwache wurden alarmiert. Schon von unserem Gerätehaus aus, konnten wir die schwarze Rauchsäule am Himmel sehen. Die Löscharbeiten waren mehr als schwierig. Das Feuer flammte an mehreren Stellen und in entfernten Abständen immer wieder auf. Der Wind förderte das Feuer innerhalb von Sekunden zu einer riesen Flammenwand. Die Einsatzkräfte zogen hunderte Meter Schlauchleitung über das Getreidefeld und rannten dem Feuer hinterher. Vorne wurde abgelöscht und hinten fing es wieder an zu brennen. Mit der Wasserversorgung sah es am Anfang auch alles andere als Gut aus. Drei Fahrzeuge der FF Ammendorf, Büschdorf und der Hauptwache fuhren abwechselnd nach Kanena zum Wasser holen. Unter der schweren Schutzausrüstung und 36C° im Schatten mussten auch diesmal 7 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr wegen Kreislaufproblemen ärztlich behandelt werden. Nach einer mehrstündigen Ruhepause waren alle Kameraden wieder fit. Das Feuer raste nun über die Stadtgrenze hinaus in Richtung Dieskauer Park. Die Saalkreisfeuerwehr Dieskau/Zwintschöna wurde alarmiert und diese kam zur Unterstützung von der anderen Seite entgegen. Die Einsatzkräfte die in voller Sonne mit Schläuchen und Feuerpatschen total erschöpft über das Feld gerannt sind, bekamen nun Unterstützung der Löschfahrzeuge. Über die abgebrannten Stellen im Feld fuhren die Fahrzeuge dem Feuer entgegen. Mit Schnellangriff wurde das Feuer gelöscht. Zwischendurch mussten die Kameraden mit Trinkwasser versorgt werden. Eine kleine Dusche auf dem Feld tat zur Abkühlung auch mal gut. Gegen 18 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und die Restlöscharbeiten liefen in vollem Gange. Die ganzen verlegten Schläuche mussten nun wieder per Hang eingesammelt und gerollt werden. Neue Schläuche wurden mit den LKW von der Hauptwache an den Einsatzort gebracht, um alle Fahrzeuge wieder zu bestücken. Im Anschluss zum Einsatz fuhren wir noch auf die Südwache, um das mit Russ verschmutze Fahrzeug innen und außen zu säubern. Es wurden insgesamt 8 C-Rohre vorgenommen. Die Brandwache wurde die ganze Nacht durch die FF Dieskau/Zwintschöne gestellt. Dank auch dem Besitzer des Feldes, der mit seinem Pflug schnell zur Stelle war und seinen aktiven Einsatz bei den Restlöscharbeiten geleistet hat.

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