Einsätze 2006

Großbrand in Recyclingfirma

35. 27. Juli 2006 - 09.19 Uhr Großbrand Recyclingfirma


Am Mittwoch Abend kam es in einer Recycling Firma im Ort Oppin (Saalkreis) zu einem Großbrand. Aus bisher ungeklärter Ursache entzündeten sich rund 600 Tonnen Abfall. Ein Rauchpilz war Kilometer weit in Halle und Saalkreis zu sehen. Vermutlich in der Müllzerkleinerungsanlage soll das Feuer ausgebrochen sein und dann über ein Förderband in die benachbarte Halle zur Sortieranlage gelangt sein. Die erste Halle wurde nur relativ leicht in Mitleidenschaft gezogen. In der zweiten Halle wütete das Feuer so stark, dass die Stahlträgerkonstruktion des Daches nachgab und das Dach somit auf die Müllberge stürzte. Auch neben der Halle abgestellte Müllcontainer entzündeten sich durch die extreme Hitzestrahlung von selbst. Trotz einem Großaufgebot von 12 Freiwilligen Saalkreis Feuerwehren kann die Halle nur noch abgerissen werden. Nach stundenlangen Löschmaßnahmen gelang es den Einsatzkräften das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Unterstützung bekamen die Saalkreis Wehren auch aus der Stadt Halle. So wurden Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr Halle entsandt. Am darauf folgenden Tag wurde die Feuerwehr Ammendorf alarmiert zur Unterstützung mit der Drehleiter. Mehr als 5 Stunden wurde über das Wendestrahlrohr der Drehleiter Netzwasser von oben in die Halle gefördert. Ein Innenangriff war durch die akute Einsturzgefahr nicht in Erwägung zu ziehen. Durch die Abfallfirma wurden uns zwei Bagger mit Fahrer zur Verfügung gestellt. Das Hallendach bestand aus Wellblechplatten, welche mit dem Greifarm aus dem Brandgut geholt wurden, um damit der Drehleiter eine weitere Brandbekämpfung zu ermöglichen. Leider erreichte das Löschwasser das Innere des brennenden Müllberges nicht. Der Bagger holte dann Stück für Stück Müll aus der Hall über die Seitenmauer hinweg heraus. Auf dem Hof wurde es dann mit mehreren Rohren abgelöscht. Weitere Löschmaßnahmen konnten mit der Drehleiter vorerst nicht getätigt werden. Ein Spezialkran musste erst das Dach mit Trägern aufnehmen, um die Gefahr für die Einsatzkräfte zu verringern. Wir fuhren erstmal wieder unseren Standort Ammendorf an. Bei Bedarf fahren wir wieder hin. Die Löscharbeiten waren auch am 2. Tag danach noch nicht abgeschlossen.

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