Einsätze 2008

Dachstuhlbrand

6. 01. Februar 2008 - 19.03 Uhr Dachstuhlbrand


Wie jeden Freitag, führten wir auch an diesem unsere regelmäßige Aus- und Fortbildung durch. Der Dienst hat gerade begonnen als drei Minuten danach die Funkmeldeempfänger piepten. Einsatz für die Drehleiter Ammendorf ertönte die Durchsage. Es ging in die Händel Straße zur Unterstützung 2. Drehleiter Dachstuhlbrand. Dort waren bereits Kräfte der Berufsfeuerwehr Hauptwache, A-Dienst, B-Dienst und der Freiwilligen Wehren Trotha, Lettin und Dölau auf dem Weg. Weit entfernt von der Einsatzstelle, konnte man dem im Vollbrand befindlichen Dachstuhl sehen. Über 10 Meter schlugen die Flammen in die Höhe. Eine Vielzahl von Notrufen ging bei der Leitstelle Halle ein, zum Teil auch mit anderen Einsatzadressen. Der Feuerschein war weit hin sichtbar und dadurch auch vom Weiten schwer zu lokalisieren. Trotz des sehr schnellen Eingreifens der Feuerwehr, konnte der Dachstuhl nicht mehr gesichert werden. Durch den stark böigen Wind war bereits vor der Ankunft der Feuerwehr kam noch was zu retten. Für die Fahrer der Einsatzfahrzeuge waren die engen Straßen eine Katastrophe. An manchen Stellen waren gerade mal wenige Zentimeter zu den parkenden Autos platz. Die Drehleiter Ammendorf fuhr rückwärts in die Zielstraße ein und positionierte sich im gegenüberliegenden Brandabschnitt zur anderen Drehleiter. Der Wind frischte immer wieder auf und ein Funkenflug auf die in 20 Meter entfernten Häuser auf der anderen Straßenseite war nicht zu verhindern. Der Einsatzleiter setzte Trupps zur Kontrolle und zum Schutz der noch nicht betroffen Häuser in der Umgebung ein. Das betroffene Wohnhaus war ein altes Villengebäude was kürzlich komplett neu restauriert und aufgearbeitet wurde. Zeitgleich waren nun mehrere Trupps unter Pressluftatmer im kombinierten Innenangriff, über 2 Drehleitern und im Außenangriff zur Brandbekämpfung vor. Es befanden sich zum Glück keine Personen mehr im Gebäude. Der Einsatz zog sich bis weit in die nächsten Morgenstunden hin. Der Einsturz der Dachstuhls und dessen Schornstein war nicht zu verhindern. Die aufwendige Bauform des Dachstuhles mit mehren Gauben erschwerten die Löscharbeiten durch den schlechten Zugang. Immer wenn die Flammen niedergeschlagen waren setzte uns der Wind ein Strich durch die Rechnung und ließ viele Brandstellen wieder aufflammen. Nach stundenlangen Dauerlöscharbeiten wurden wir nach Mitternacht aus dem Einsatz abgelöst. Es kam nun die FF Diemitz und Büschdorf zum Einsatz. Am darauf folgenden Samstag musste die Drehleiter erstmal vom Schlamm und Brandresten befreit werden.

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