Einsätze 2010

Großbrand in Fabrik

Einsatznummer: 65
Datum: 13. Mai 2010
Zeit: 03.51 Uhr - 08.21 Uhr
Ort: Lützener Straße
Einsatzart: Brand Dachstuhl


Am Morgen des Männertages erreichten mehrere Notrufe die Leitstelle Halle. Am alten Thüringer Bahnhof soll es in einer alten Industriehalle brennen. Der Flammenschein war nun auch aus der, in Halle-Neustadt befindlichen Leitstelle zu erkennen. Der Löschzug Südwache mit A-Dienst Hauptwache und der freiwillige Verband des Abschnittes Süd wurde alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnte eine Flammensäule von mehr als 10 Metern aus dem Dachbereich erkannt werden. Das Erreichen der Einsatzstelle gestaltete sich schwierig. Alle Zugangsmöglichkeiten waren mit Betonsteinen versperrt. Die Berufsfeuerwehr verschaffte sich Zugang aus Richtung des Geländes der Firma DELL und der Abschnitt Süd fuhr die Lützener Straße an. Die Einatzfahrzeuge mussten auf der Straße stehen bleiben, während sich die ersten Trupps den 100 Meter langen Weg durch das Unterholz schlugen. Um eine stabile Wasserversorgung aufzubauen, musste das Wasser aus unterschiedlichen Hydranten in der Einsatznähe beschafft werden. Die Zusammenarbeit der drei Wehren im Abschnitt war sehr gut organisiert. Während unser Löschfahrzeug auf der Raffineriestraße das Löschwasser zu unserem 500 Meter entfernten Tanklöschfahrzeug förderte, machten sich 2 Trupps mit C-Hohlstrahlrohren zur Brandbekämpfung vor. Die Feuerwehr Kanena und die Feuerwehr Büschdorf brachte jeweils ein Wasserwerfer in Stellung. Die Berufsfeuerwehr hatte einen Stellplatz für die Drehleiter entdeckt und begann die Brandbekämpfung von oben. Weitere Rohre und ein weiterer Wasserwerfer wurden in Stellung gebracht. Der Einsatz unserer Drehleiter war aus Platzgründen nicht möglich. Der Dachstuhl des Gebäudes war bereits bei Ankunft der Feuerwehr in Vollbrand und stürzte kurze Zeit später in sich zusammen. Das Gebäude war stark Einsturz gefährdet und konnte nur mir einem Außenangriff gelöscht werden. Eine Giebelwand verformte sich durch den Brand und drohte die Einsatzkräfte zu gefährden. Die Trupps der Ammendorfer Wehr wurden in regelmäßigen Intervallen durch eigene Einsatzkräfte ausgetauscht. Gegen 7 Uhr war das Feuer auf unserer Seite soweit aus. Die Berufsfeuerwehr war noch bis Mittag mit Restarbeiten beschäftigt. Das beste kommt immer zum Schluss. Alle nassen und schmutzigen Schläuche mussten wieder zusammengeräumt und ersetzt werden. Diese Arbeiten nahmen noch anderthalb Stunden in Anspruch.

Fotos: Christian Pirstat & Dirk Apostel

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