Einsätze 2010

Ölsspur

Einsatznummer: 107
Datum: 21. Oktober 2010
Zeit: 16.24 Uhr - 18.39 Uhr
Ort: Regensburger Straße
Einsatzart: Ölspur


Ein Autokran hatte am Donnerstag Nachmittag für Verkehrsbehinderungen im Bereich Ammendorf, Radewell und Osendorf gesorgt. Der Kran war von der Baustelle in Osendorf unterwegs in Richtung B91 Merseburg. Hinter dem Ortseingang Halle Osendorf riss ein Hydraulikschlauch an dem Kran und verteilte somit das gesamte Öl auf der Fahrbahn. In Höhe der Schule Radewell bemerkte der Kranfahrer das Geschehen und stoppte die Fahrt. Der beginnende Berufsverkehr sorgte dafür, dass das Hydrauliköl über die gesamte Fahrbahn verteilt wurde. Die Leitstelle alarmierte den Gerätewagen-Öl und einen Abrollcontainerfahrzeug zum Einsatzort. Das weiter auslaufende Öl wurde sofort aufgefangen. Die Lageerkundung der Feuerwehr ergab eine Ölspur von über 1 Kilometer Länge. Zur Unterstützung wurde ein Fahrzeug der Berufsfeuerwehr Südwache und die Ammendorfer Wehr alarmiert. Die Zufahrt zum Einsatzort war durch den großen Rückstau in alle Richtungen versperrt. Die Polizei hatte Mühe den Verkehr an der Einsatzstelle umzuleiten. Am Einsatzort wurden die Kräfte der Feuerwehr aufgeteilt. Die Berufsfeuerwehr streute den Bereich Radewell und die Fahrzeuge Ammendorf die Ortslage Osendorf mit Bindemittel ab. Es wurde versucht den Berufsverkehr einseitig an der Einsatzstelle weiter zuleiten. Das Tanklöschfahrzeug Ammendorf begann am Ortseingang Halle, die Besatzung Drehleiter und weitere Kräfte arbeiteten sich von Radewell nach Osendorf und das Löschgruppenfahrzeug hatte in der Mitte angefangen den Ölfilm zu neutralisieren. Manche, durch den Stau, genervten Verkehrsteilnehmer waren sehr ungeduldig und hatten kein Verständnis für die Bemühungen der Feuerwehr. So wurde keine Rücksicht genommen und die freigehaltene Fahrspur mit hoher Geschwindigkeit passiert. Im Kurvenbereich kamen die Fahrzeuge ins schlingern. Durch die Unvernunft der Autofahrer war die Gefährdung der Einsatzkräfte zu groß. Durch die Polizei wurden nun die kompletten Fahrtrichtungen voll gesperrt. Auch ein von der HAVAG fahrender Linienbus stand unter Zeitdruck. Dieser fuhr trotz Aufforderung so schnell über die frisch abgebundene Straße, dass der aufwirbelnde Staub die Einsatzkräfte behinderte. Nach über einer Stunde wurde das Öl gebunden und die Fahrbahn durch die Hilfe einer Kehrmaschine gereinigt. Der Einsatz war für uns erledigt und wir beendeten diesen. Eine Reparaturfirma kam vor Ort und machte den Kran wieder fahrbereit. Dieser setzte seine Fahrt fort, als schließlich auf der B91 ein weiterer Schlauch riss. Wieder wurde das Öl auf der Straße verteilt. Diesmal wurde der Defekt schnell erkannt. Der erneute Einsatz der Feuerwehr wurde dadurch begrenzt.
Fotos: Ronald Petsch und Martin Jonas

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