Einsätze 2011

Verletzte Feuerwehrmänner nach Brand im altem Kegelparadies

Einsatznummer: 132, Datum: 9. November 2011, Zeit: 20.50 Uhr - 23.32 Uhr, Ort: Ratswerder, Einsatzart: Brandeinsatz


e11.11.09.10Am Mittwochabend brannte es aus bislang ungeklärter Ursache in der leer stehenden Sporteinrichtung am Glauchaer Platz. Bei diesem Einsatz waren Kräfte der Süd- und Hauptwache sowie die Wehren Passendorf und Ammendorf vor Ort. Die Wehren Büschdorf und Kanena wurden zum Stadtschutz alarmiert und besetzten die Gerätehäuser. Anfangs wurde das Einsatzleitzentrum über eine Rauchentwicklung am Ratswerder informiert. Daraufhin wurde der Löschzug Südwache und die FF Passendorf alarmiert. Die Einsatzkräfte waren schnell am Einsatzort. Die Rauchentwicklung hatte sich bestätigt. Die Rettungskräfte mussten sich erst einmal einen Zugang in dieses Objekt verschaffen. Das verlassene und im Inneren durch Vandalismus zerstörte Gebäude war bereits vollständig verraucht. Die Sicht im Gebäude war gleich Null. In mühevoller Arbeit tasteten sich die Kameraden unter voller Schutzausrüstung in den unbekannten Bereich. Ein Feuerschein konnte nicht erkannt werden. Der beißende Rauch behinderte die Löscharbeiten. So war die Einsatzlage im Anfangsstadium noch unklar. Die Leitstelle entsandte noch den A-Dienst zur Einsatzstelle, der den bisherigen Zugführer der Südwache vor Ort als Einsatzleiter ablöste. Die Ausmaße waren nicht abzusehen, so wurde die Ammendorfer Wehr nachalarmiert. Nachdem wir mit unseren Fahrzeugen Aufstellung im Bereitstellungsraum Glauchaer Platz genommen hatten, wurden alle Atemschutztrupps ausgerüstet und den jeweiligen Abschnitten zugeordnet. Durch den Einsatz eines Überdruckbelüfters wurde der Brandrauch aus dem Gebäude entfernt und die Sicht konnte geringfügig verbessert werden. Alle Trupps mussten mit Eigensicherung und Rückführungsleinen arbeiten, da ein gesicherter Rückweg durch die fehlende Sicht nicht möglich war.

Bei der Lageerkundung im Objekt wurde ein Unterschlupf gefunden, der vermutlich von obdachlosen Personen genutzt werden konnte. Die sowieso bereits eingeleitete Menschenrettung wurde weiter und intensiver fortgeführt. In der Hallenmitte konnte der Brand von Sperrmüll und der Einrichtung lokalisiert werden. Das Feuer wurde mit zwei C-Rohren gelöscht. Mit Hilfe von Wärmebildkameras konnten weitere Glutstellen unter dem Parkett gefunden werden. Dieser Holzfußboden wurde in mühevoller Arbeit von einer Vielzahl an Kameraden mit einer Kettensäge zerlegt, um einen Zugang zu schaffen. Im Einsatzverlauf wurde ein Feuerwehrmann der FF Ammendorf verletzt. Dieser brach vermutlich unter der schweren Belastung mit Kreislaufproblemen zusammen. Der Kamerad wurde mit dem Notarzt in das Krankenhaus Bergmannstrost gefahren und liegt zum jetzigen Zeitpunkt stationär und wird ärztlich versorgt. Stück für Stück wurde das Holz aufgenommen und abgelöscht. Der Einsatzerfolg rückte immer weiter in greifbare Nähe. Das komplette Gebäude wurde mehrfach kontrolliert. Es konnten keine Person gefunden werden. Die Löscharbeiten verzögerten sich bis tief in die Nacht. An diesem Einsatz waren über 50 Einsatzkräfte beteiligt. Es waren 21 Atemschutztrupps im Einsatz wobei 10 Trupps von der Ortswehr Ammendorf gestellt wurden. Der Einsatzleiter Steffen Kujas bedankte sich bei den eingesetzten freiwilligen Kameraden und sprach für die gute Arbeit ein großes Lob aus. Als die Kameraden der Ortswehr Passendorf zurück im Gerätehaus waren, hatte auch hier ein Kamerad Probleme mit dem Kreislauf. Der Passendorfer Kamerad wurde ins Klinikum Kröllwitz eingewiesen. Die Polizei ermittelt die Brandursache.

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