Einsätze 2012

Radioaktiver Fund in Ammendorfer Wohnhaus?

Einsatznummer: 75, Datum: 8. September 2012, Zeit: 12.51 Uhr - 13.42 Uhr, Ort: Am Mühlberg, Einsatzart: Hilfeleistung


e12.09.08.14Als heute Mittag die Alarmierung über einen Unfall durch radioaktive Strahlung auf den Funkmeldeempfängern stand und eine Person verletzt sein sollte, stieg die Anspannung in den Kameraden. Die Einsatzkräfte eilten zum Gerätehaus und besetzten die Einsatztechnik. Mit zu diesem Ereignis wurden der Gefahrgutzug der Südwache, die Einsatzleitdienste A und B, ein ABC-Erkundungsfahrzeug, zwei Abrollcontainerfahrzeuge und die Dekontaminations- und ABC-Fahrzeuge der Saalekreisfeuerwehr Teutschental. So wurden insgesamt 14 Einsatzfahrzeuge zum Einsatzort entsandt, um der vermutlich verletzten Person schnelle Hilfe zu leisten. Die Ammendorfer Fahrzeuge waren zuerst am Einsatzort. Die Einsatzstelle wurde in ausreichendem Sicherheitsabstand um den Ereignisort abgesperrt und die Fahrzeuge dementsprechend aufgestellt. Bei der ersten Lageerkundung wurde das Gespräch mit der betroffenen Person gesucht und so eine Übersicht der Lage verschafft. Währenddessen rüsteten sich alle Trupps vollständig aus und sammelten sich im Bereitstellungsraum. Die Person schilderte, dass sie ein Haus gekauft hat und momentan ausbaut. Bei der Entrümpelung alter Hinterlassenschaften hatte diese Kontakt mit einem aluminiumfolienähnlichen Gegenstand. Nach deren Berührung hatte sie verbrennungsartige Schmerzen an der Hand und ließ den Gegenstand sofort fallen. Voller Schrecken informierte der Betroffene den Notruf. In einem Fernsehbericht wurden vormals in Zusammenhang mit radioaktiven Strahlern ähnliche Symptome berichtet.

So  war die Vermutung für die verletzte Person naheliegend. Die Familienmitglieder wurden aus dem Gebäude evakuiert und an einem separaten Sammelplatz betreut. Der eingetroffene Rettungsdienst verblieb zunächst in Bereitschaft. Da es der Person gut ging und offensichtlich keine Verletzungen vorhanden waren, wurde mit der Übergabe an den Rettungsdient bis zum Eintreffen der Spezialkräfte gewartet.Nach deren Eintreffen überprüfte ein Trupp im ersten Schritt die Person mit einem Kontaminationsnachweisgerät auf erhöhte Strahlungswerte. Nach ausgiebiger Kontrolle konnten im Vergleich zu Umwelt keine erhöhten Werte gemessen werden. Eine Untersuchung im Rettungswagen durch den Leitenden Notarzt brachte kein klares Ergebnis ans Tageslicht. Ohne Verletzungen und ohne irgendwelche Anzeichen konnte die Person entlassen werden. Zwischenzeitlich befanden sich ein Ammendorfer und ein Trupp der Südwache im Gebäude, um mit dem  Dosisleistungsmessgeräte FH40G und Kontaminationsnachweisgeräten das gesamte Haus zu überprüfen. Zwei weitere Rettungstrupps standen vor dem Gebäude bereit. Nach einer halben Stunde konnte Entwarnung gegeben werden. Es konnten mit der eingesetzten Messtechnik keine auffälligen Impulsraten bzw. Umgebungsäquivalentdosisleistungen gemessen und festgestellt werden. Wahrscheinlich hatte die Sonne auf das wärmeleitende Bauteil gestrahlt und war deswegen erhitzt. Die Einsatzstelle konnte der Polizei übergeben werden. Die Sicherheitszone wurde aufgelöst und alle Kräfte konnten abbrechen. Wir mussten im Anschluss die Atemschutztechnik auf der Hauptwache wieder auffrischen. Der A-Dienst der Berufsfeuerwehr lobte uns für die professionelle Durchführung des Einsatzes.

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