Einsätze 2012

Großbrand in alter Industrieruine

Einsatznummer: 24, Datum: 11. April 2012, Zeit: 21.48 Uhr - 04.23 Uhr, Ort: Lützener Straße, Einsatzart: Brandeinsatz


e12.04.11.01Erschreckend war der Anblick, als die Kameraden am späten Mittwochabend zu einem Brand in die Raffineriestraße fuhren. Der Einsatzort konnte schon weit entfernt, auf der Anfahrt, erkannt werden. Es handelte sich um eine alte Fabrikruine der ehemaligen Malzfabrik. Die Einsatzkräfte  der Südwache und der Ammendorfer Wehr erkundeten das Objekt und mussten in der Nachtdämmerung eine Zufahrt zum Einsatzobjekt suchen. Währendessen schlugen die Flammen Meterhoch aus dem Dachstuhl. Die einzige Zufahrt zum Objekt wurde durch ein parkendes Fahrzeug verstellt. Mit vereinten Kräften gelang es den Einsatzkräften das Fahrzeug aus der Einfahrt zu entfernen. Ganz vorsichtig und mit mehreren Einweisern tasteten sich die Fahrzeuge durch das unwegsame Gelände. Die Zufahrt war teilweise mit alten Möbel und Betonplatten verstellt. Im Einsatzaufbau richtete der Einsatzleiter zwei Brandabschnitte ein. So wurden die Kräfte und die Drehleiter der Südwache in dem linken Brandabschnitt eingesetzt und die Ammendorfer Kräfte auf der gegenüberliegenden Seite. Da sich das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits im Vollbrand befunden hatte und eine akute Einsturzgefahr bestand, wurde der Erstangriff über die zwei Drehleitern gefahren. Unterdessen wurde die Einsatzstelle rundum ausgeleuchtet. Das unwegsame Gelände stellte eine Gefahr für alle Einsatzkräfte dar. Der starke Bodenbewuchs hätte möglicherweise Schächte oder Löcher verdecken können. Da sich das Feuer bereits durch alle drei Etagen gefressen hatte, stürzten alle Etagen in sich zusammen und fielen ins Innere des Gebäudes.

Weitere Trupps wurden in beiden Abschnitten mit mehreren Rohren im Außenangriff eingesetzt. Unter Lebensgefahr für die Einsatzkräfte wurde das Gebäude nach Möglichkeit der Zugänge nach eventuellen Personen abgesucht. Da solche leerstehenden Gebäude öfters von Obdachlosen für die Nachtruhe genutzt werden, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich keine Personen drin befinden. So mussten, für die effektiven Löscharbeiten und zur Kontrolle nach Personen, Löcher in die teils zugemauerten Eingänge und Fenster gewaltsam eingebracht werden. Es konnte Niemand im Gebäude entdeckt werden. Die starke Rauch- und Dampfentwicklung erschwerte die Sicht ins Gebäude. Von außen wurde Netzwasser durch die Öffnungen der Fenster eingebracht, um die Flammen niederzuschlagen und die Glutnester der mehreren übereinanderliegenden Deckenlagen zu löschen. Nach einer Stunde konnte sich auf die Restlöscharbeiten konzentriert werden. Diese dauerten bis weit in den nächsten Tag. Gegen halb drei wurden die Kräfte am Einsatzort ausgedünnt. So wurden das Löschgruppenfahrzeug und das Tanklöschfahrzeug der Ammendorfer Wehr ausgelöst. Diese fuhren dann die Hauptwache an, um verbrauchte Atemschutzgeräte und Schläuche zu tauschen. Die Drehleiter verblieb bis 5 Uhr am Einsatzort. Die Zusammenarbeit beider Wehren hat gut funktioniert. Die Einsatzkräfte wurden während des Einsatzes mit Essen und warmen Getränken versorgt. Die Restlöscharbeiten beschäftigten die Berufsfeuerwehr noch mehrere Stunden später.

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