Einsätze 2013

Sandsackverbau auf 200m²

Einsatznummer: 51, Datum: 04. Juni 2013, Zeit: 18:33 Uhr - 01:24 Uhr, Ort: Passendorfer Damm, Einsatzart: Hochwassereinsatz


e13.06.04.01.01Per Funkmeldeempfänger wurden die Kameraden der Wehr zum Passendorfer Damm an die B80 beordert. Der gesamte Löschzug wurde besetzt und es ging mit einer Feuerwehrfrau und über 20 Mann zur Einsatzstelle. Wegen des doch dichten Verkehrs, bedingt durch die vielen Sperrungen in Halles Innenstadt, nahmen wir den Weg via Schkopau-Rattmannsdorf-Holleben zur Auffahrt Zollrain. Dort warteten schon mehrere Lkw mit den Sandsäcken auf uns. Es erfolgte eine Einweisung durch ein Mitglied des Stabes über die bevorstehenden Arbeiten und eine Absprache, in welchen Abschnitten des Dammes die angerückten Kräfte tätig werden sollen. Die Ammendorfer Wehr bekam den Unterabschnitt 3 der Einsatzstelle „Passendorfer Damm“ zugeordnet. Diese befand sich in der Kurve hinter der Auffahrt Zollrain und erstreckte sich auf eine Länge von ca. 60 m. Im besagten Bereich sollte eine Drainage am Fuß des Dammes gelegt werden, um zu verhindern, dass der Damm unterspült wird. In besonders durchnässten Bereichen wurde diese Sicherung durch eine ca. 1 m hohe Deichfußbeschwerung ergänzt. Der Hochwasserscheitel wurde noch erwartet, eine Aufkadung des Dammes war nicht nötig, da das Freibord noch genügend Spielraum nach oben lies. Mangels noch nicht vorhandenen Geotex-Vlieses begannen die Kräfte mit dem Abladen der bereitstehenden Lkw und Lagerung der Sandsäcke zwischen Damm und Bundesstraße.

Durch die Entfernung zwischen der Verbaustelle und dem Abladeplatz, war zu diesem Zeitpunkt mangels Helfern nur eine Menschenkette von 20 m Länge möglich und diese Zwischenlagerung unumgänglich. Um mit dem Verbau beginnen zu können, fehlte nunmehr noch das Vlies, welches aber schnell aus dem Unterabschnitt 2, den die FF Büschdorf übernommen hatte, organisiert werden konnte. Nach genauer Einweisung durch den Ammendorfer Zugführer wurde das Vlies ausgerollt und jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen die ersten freiwilligen Helfer. Somit konnte mit dem Verbau durch die geschulten Einsatzkräfte der Feuerwehr begonnen werden, indem zuerst die zwischengelagerten Säcke verwendet wurden. Immer mehr Helfer kamen zu unserer Einsatzstelle und die Sandsäcke rollten unaufhörlich heran. Durch die Entfernung von der Ablade- zum Beginn der Verbaustelle von rund 40 m wurden immer mehr helfende Hände gebraucht. Durch posts auf verschiedenen Internetplattformen, Anrufe und Vorbeifahrende konnten noch mehr der benötigten Helfer organisiert werden. Das Ende der Einsatzstelle war über 100 m von der Abladestelle entfernt. Bei dieser Ausdehnung war jede einzelne Hand willkommen. Mittlerweile wuchs die Zahl der Helfer beträchtlich, sodass eine zweite Menschenkette aufgebaut werden konnte. Diese begann ihre Arbeit am Ende des Bereiches und arbeitete sich den anderen entgegen. Trotz der anstrengenden Tätigkeit war die Stimmung super und alle griffen zu und taten das Nötige. Essens- und Trinkpausen wurden eingelegt und wir wurden mit Selter und Snacks versorgt. Selbst ein Dixi-Klo fand den weg zur B80. Auch die gute Kommunikation zwischen den Einsatzkräften und allen Helfern muss hier lobend erwähnt werden. Mit Sandsacklieferungen und immer mehr Helfern ging es endlos weiter, deshalb möchte ich Ihnen diese sich wiederholenden Details ersparen. Da unser Planet die blöde Angewohnheit hat zu rotieren, wird es auch mal dunkel. Das war das Zeichen die Einsatzstelle zu beleuchten. Die Beleuchtungsaggregate des Löschgruppenfahrzeuges und der Drehleiter (DLK) wurden in Betrieb genommen. Hier zeigte sich wieder einmal der Vorteil der DLK, da durch die erhöhte Position der Scheinwerfer ein Ausleuchten des gesamten Bereiches möglich wurde. Gegen 23:00 Uhr hielten wir nochmals Rücksprache mit dem Fachberater für Deiche des THW und durch den anwesenden Zugführer wurde entschieden, die Einsatzstelle nicht weiter in Richtung Holleben auszudehnen, da die Durchnässungen nach mehrmaliger Lageerkundung nur im Bereich der Einsatzstelle ein Handeln nötig machten. Somit wurden mit Hochdruck die Arbeiten am Abschnitt fertig gestellt und gegen 01:10 Uhr alle Helfer mit einem großen Danke schön nach Hause geschickt. Nach Rückbau der Beleuchtung verließen auch wir die Einsatzstelle in Richtung Gerätehaus. Kurz und knapp zum Schluss:

40 Sandsäcke pro Quadratmeter mal die Größe der Einsatzstelle 200 m² ~ 8.000 Sandsäcke verbaut.

Bis zu 300 freiwillige Helfer à ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre!!!

Der Spruch am Ammendorfer Gerätehaus von 1911 war und ist in diesen Tagen aktueller den je.

Mit Kraft und Mut für des Nächsten Gut.

Nochmals ein Dankeschön vom Einsatzleiter Ammendorf

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