Einsätze 2013

Dammkontrolle

Einsatznummer: 54, Datum: 05. Juni 2013, Zeit: 09:45 Uhr - 15:30 Uhr, Ort: Rennbahnring, Einsatzart: Hochwassereinsatz


Bereits am Vorabend wurde unsere Wehrleitung darüber in Kenntnis gesetzt, dass am nächsten Vormittag ein Abschnitt des Gimritzer Dammes durch Kräfte der ammendorfer Wehr beaufsichtigt werden sollte. Der anstehende Wasserdruck der aus ihrem Flussbett entwichenen Saale hatte die Nacht über nicht gerade förderlich auf die Stabilität des Dammes eingewirkt. Gegen halb zehn trafen sich die zur Wache eingeteilten Kameraden und rückten in Staffelstärke zur technischen Einsatzleitung, welche ihren neuen Standort auf dem Von-Seckendorff-Platz  bezogen hatte, aus. Dort wurde ihnen der genaue Einsatzort, Abschnitt 4 nähe Rennbahnkreuz, und Einsatzauftrag benannt. Auf der Fahrt zum Rennbahnkreuz erreichte uns von der Einsatzleitung noch die Anfrage, ob wir nicht für die Kollegen der Berufsfeuerwehr Gummistiefel von der Hauptwache abholen könnten. Diese befanden sich bereits im Wacheinsatz am Damm und konnten diesen nicht mehr trockenen Fußes erreichen. Da  dieser Tage nasse Füße nicht selten aber dafür umso unpraktischer waren, kamen wir der Anfrage gern nach. Nach Ablieferung der Gummistiefel und Ankunft im uns zugeteilten Einsatzabschnitt, verschafften wir uns zunächst einen Überblick über den Zustand des Dammes.

Auf Grundlage dessen ordnete der Einheitsführer Kontrollgänge aller 15 Minuten an. Der Damm war nicht nur durchweicht, sodass Wasser langsam hindurch sickerte, sondern wurde stellenweise auch leicht über- und sogar unterspült, was sich durch angehobenen Straßenbelag in einem anderen Abschnitt darstellte. Die Lage war also als durchaus kritisch einzuschätzen. Da jedoch an den Sickerstellen nur klares Wasser austrat, also kein Dammmaterial ausgeschwemmt wurde, blieb uns hauptsächlich nur die Beobachterrolle. Einzig eine stärkere Durchflussstelle sicherten wir durch zusätzliche Sandsäcke. Gegen 13 Uhr schätzte die Einsatzleitung den Damm als zu instabil und den dahinterliegenden Bereich als höchst gefährdet ein, weshalb auch alle Einsatzkräfte sich zu zurückziehen sollten. Die Zivilbevölkerung durfte sich schon seit Dienstagmorgen nicht mehr in Dammnähe aufhalten und Anwohner der Gefährdungsgebiete waren bereits aufgefordert worden, ihre Wohnungen freiwillig zu verlassen. Anderthalb Stunden kamen unsere Einsatzkräfte im Gerätehaus der FF Neustadt unter und konnten sich mit Kaffee, Kuchen und Obst stärken - hier noch einmal vielen Dank dafür - bis sie vom eigenen MTF wieder nach Ammendorf befördert wurden.  Es blieb Halle somit nur noch das Warten, ob der Damm und die Sandsackbauten den Wassermassen standhalten.


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