Einsätze 2014

Fast 2500 Schweine bei Großbrand verendet

Einsatznummer: 58, Datum: 22. Juni 2014, Zeit: 01:57 Uhr - 08:14 Uhr, Ort: Teutschenthal, Einsatzart: Brandeinsatz


ja14.06.22.06Ein Großbrand ereignete sich in der Nacht zum Sonntag im Saalekreis. In der Ortslage Teutschenthal brach kurz nach Mitternacht aus bisher ungeklärter Ursache in einer Halle der Schweinemastanlage ein Brand aus. In der einen Halle waren rund 2500 Schweine untergebracht. Beim Eintreffen der ersten Saalekreis-Wehren stand die Halle schon im Vollbrand. Alle Bemühungen wurden zu Einsatzbeginn unternommen, um ein Übergreifen auf die benachbarten Hallen zu verhindern und die Schweine zu retten. Die betroffene Halle war ca. 150 Meter lang und 20 Meter breit. Noch in der Anfangsphase der Löscharbeiten stürzte das komplette brennende Hallendach auf die Tiere. Giebel- und Seitenwände stürzten zum Teil ein. Es gab trotz des riesen Aufgebotes an Rettungskräften keine Chance mehr die Tiere lebend aus dem Gefahrenbereich zu holen. Die fast 2500 Schweine verendeten qualvoll. Eine Drehleiter und mehrere Wasserwerfer wurden in Stellung gebracht und der Brand mit allen Mittel versucht einzudämmen. Zur Unterstützung wurden die Kameraden der Ortswehr Halle – Ammendorf alarmiert.

Hier war speziell die Drehleiter angefordert worden. Wir brachten die Drehleiter in Stellung, leuchteten den Bereich aus und übernahmen die Löscharbeiten. Alle Einsatzkräfte in der Nähe des Brandortes mussten zwingend mit schwerer Atemschutzausrüstung arbeiten. Auch der Maschinist der Drehleiter konnte seine Arbeit ohne Atemschutz nicht aufnehmen. Der beißende Gestank, der auf die Einsatzkräfte wirkte, kann hier nicht genauer beschrieben werden. Auch unsere Einsatzkräfte mussten drei Stunden unter Atemschutz arbeiten. Ein trauriges Bild wurde uns geboten. Wimmernde Schweine, schwer verletzt und eingeklemmt von den schweren Dachteilen. Keiner konnte den Tieren zu diesem Zeitpunkt helfen. Ein Tierarzt und Förster wurden zur Einsatzstelle gerufen. Die Tiere die direkt am Eingang und noch in Sichtweite lagen, wurden durch die Polizei von ihren Qualen erlöst. Aus den Nachbarhallen wurde mit Überdruckbelüftern die über 70 Grad heiße Luft aus dem Gebäude gedrückt. Nach über sechs Stunden Dauereinsatz wurden wir aus dem Einsatz ausgelöst. Einen besonderen Dank den Kameraden, die uns vor Ort mit kühlen Getränken und ausreichend Essen versorgt haben. Die Einsatzverpflegung war sehr gut. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung zur Ursache aufgenommen. Im Gerätehaus hat es noch eine Stunde gedauert, um die Drehleiter zu reinigen und wieder einsatzbereit zu machen.

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