Einsätze 2015

Absicherung des Laternenfestes

Einsatznummer: 110, Datum: 29. August 2015, Zeit: 18:00 Uhr - 02:45 Uhr, Ort: Laternenfest, Einsatzart: Absicherung


e15.08.29.02e15.08.29.01Das Laternenfest ist jedes Jahr ein besonderer Höhepunkt den Halle bietet, so auch am Wochenende vom 28. bis 30. August 2015. Traditionell am letzten Augustwochenende feiert die Saalestadt eines der schönsten Volks- und Heimatfeste Mitteldeutschlands. Von der Peißnitz über die Ziegelwiese, Amselgrund und das Riveufer, das Flair aus Licht, Wasser und Landschaft ist einmalig. Live-Musik, Kunst, Mitmach-Aktionen und die "Klassiker" wie Bootskorso, Saaleschwimmen, Höhenfeuerwerk, Entenrennen und Laternenumzug bilden die Säulen des Festes. Zahlreiche Rettungs- und Hilfskräfte der verschiedenen Organisationen waren wieder ehrenamtlich dabei, um für Sicherheit sei es beim Brandschutzes oder von der rettungsdienstlichen Seite zu sorgen. So stellten in diesem Jahr die Ortsfeuerwehren Ammendorf, Büschdorf, Trotha, Dölau und Lettin den Brandschutz sicher. Wir waren an der Abschussstelle auf dem Turbine.

Der Bereich um die Pyrotechnik wurde im Vorfeld gewässert, um möglichen Entstehungsbränden vorzubeugen. Weiterhin waren Kräfte der Ammendorfer Wehr an der Peißnitzbühne eingesetzt. Diese sicherten die Feuershows während des MDR-Sputnik-Konzertes ab. Auch die Kontrolle der Zufahrten für Rettungsfahrzeuge wurde durch die freiwilligen Helfer übernommen. So mussten die Büschdorfer Kameraden mit Unterstützung der Polizei mehrere Falschparker zur Vernunft rufen. Nachdem das Feuerwerk abgeschossen war, wurden alle Bereiche kontrolliert. Im Abendverlauf spitzte sich die Lage an der Peißnitzbühne langsam zu. Jetzt zeigte sich deutlich, dass ein Freiwilliger Feuerwehrkamerad nicht nur Feuer löschen muss, sondern auch gut in der Versorgung von Verletzten und in der Ersten Hilfe ausgebildet seinen muss. Im Notfall unterscheidet niemand, ob es die Uniform der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes ist. Professionelle Hilfe wird von den Bürgern erwartet. Einige feiernde Partygäste meldeten sich mit Schnittverletzungen im Fußbereich bei uns und klagten über Schmerzen. So mussten wir bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Verletzten Betreuen und Versorgen. Die Schnittverletzungen rührten wahrscheinlich durch zerstörte Glasflaschen her. Der nächstgelegene Stützpunkt des Rettungsdienstpersonals war wenige Meter unweit entfernt. Aber aufgrund der Menschenmassen war ein Vorankommen schwierig. Leider zeigte sich uns auch die negative Seite einer solchen Veranstaltung. Mit zunehmenden Alkoholpegel und fortgeschrittener Zeit stieg leider auch das gewaltpotential einiger weniger Besucher. Es wurden auch Feuerwerkskörper in die Menschenmenge geschmissen. Die Polizei musste einige Male tätig werden. Auch Stichverletzungen, die vermutlich mit Messern zugefügt wurden, sind bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durch uns versorgt wurden. Ob dies alles zu einem gemütlichen Volksfest gehört ist fraglich. Gegen 2:30 Uhr konnten die Kameraden die Absicherung beenden und zurück zum Gerätehaus fahren.

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