Ausbildung

Der gute Feuerwehrmann beweist sich im Einsatz

a13.02.09.2Ist dem wirklich so? Nein. Den guten Feuerwehrmann zeichnet das aus, was er zwischen den Einsätzen macht. Getreu diesem Motto trafen sich vorletztes Wochenende an einem kalten Samstagmorgen Einsatzkräfte der ammendorfer Wehr und fuhren mit Löschgruppenfahrzeug und Tanklöschfahrzeug das Saaleufer unter der Röpziger Brücke an. Aus den Reihen der Mannschaft kam der sehr löbliche Wunsch sich zur Auffrischung des eigenen Wissens über die Bedienung der Fahrzeugpumpen zu treffen. Allzu selbstverständlich erschallt bei Brandeinsätzen der Befehl „Wasser marsch!“, doch mit dem eigenen Gartenschlauch und Aufdrehen eines Wasserhahns ist die Wasserförderung bei der Feuerwehr nicht zu vergleichen. Mit unseren beiden Löschfahrzeugen stehen uns Pumpen verschiedener Jahrzehnte zur Verfügung, die im Grunde sehr ähnlich und doch gleichzeitig sehr verschieden sind. Ob ihres Alters haben sie ihre ganz persönlichen Macken, welche auch im Ausbildungsverlauf zu Tage traten und jeder Maschinist wissen muss. Im glimpflichen Fall muss der Strahlrohrführer nur ein wenig länger auf das Wasser warten, im schlechtesten stehen Menschenleben und die Funktionalität der Fahrzeugtechnik auf dem Spiel. Die Ausbildung für Maschinisten und weitere interessierte Kameraden gliederte sich in zwei Teile. Um Wasser pumpen zu können, benötigt man natürlich Wasser. Dies sollte uns die Saale in genügender Menge zur Verfügung stellen. Zunächst wurde also die Saugleitung zusammengekuppelt, zum Schutz vor Schmutz,

Steinen und Unrat mit Saugkorb und Schutzkorb versehen und fachmännisch in Leinen eingebunden. Im Anschluss erklärte der ausbildende Gruppenführer den Aufbau einer Feuerlöschkreiselpumpe und wozu denn eigentlich die vielen verschiedenfarbigen Hebel, Knöpfe und Lämpchen dienen. Mit diesem Wissen und weiteren Erklärungen zur geodätischen Saughöhe, Kavitation sowie negativen Überdruck ausgestattet konnte die erste praktische Demonstration der Pumpeninbetriebnahme beginnen. Beim zweiten Startversuch sah auch die Pumpe des TLF (Baujahr 1991) ein, dass nun Arbeit anstand. So konnte die Mannschaft gleich den Unterschied zwischen den normalen Laufgeräuschen und einer Fehlfunktion erhören. Im zweiten Teil wurde jeder Teilnehmer tätig. Unter den strengen Blicken der Ausbilder wurde das Ansaugen, das Wassergeben über Strahlrohr und (Hochdruck-)Schnellangriff und das Außerbetriebnehmen der Pumpen trainiert. Hierbei zeigte sich, dass auch moderne Technik wie die des LFs nicht vor Fehlern gefeit ist. Nach gut drei Stunden waren die erfahrenen Maschinisten um weitere Erfahrungen reicher und die neu eingewiesenen Kameraden mit neuem Wissen gesättigt. Alle verbanden die durchgefrorenen Füße, die knurrenden Mägen und der Dank an die Ausbilder, welche sich die Zeit für diese Zusatzausbildung genommen hatten.

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